- 06.08.1998, 09:57:33
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ÖFFENTLICHE BEDÜRFNISANSTALTEN IN PRIVATE HAND!
Klucsarits beharrt auf Privatisierungsforderung
Wien (ÖVP-Klub) - "Auch wenn Stadtrat Svihalek einer
Privatisierung der öffentlichen Bedürfnisanstalten in unserer
Stadt derzeit ablehnend gegenübersteht, wird doch kein Weg daran
vorbeiführen, auch diese öffentliche Dienstleistung in private
Hände zu geben. Schließlich hat die Stadt genügend andere Aufgaben
und muß sich nicht auch noch die intimsten Tätigkeiten ihrer
Bürger einmischen", erklärte heute der Umweltsprecher der Wiener
Volkspartei, GR KommR Rudolf Klucsarits, der erst kürzlich eine
diesbezügliche Anfrage an Umweltstadtrat Svihalek gerichtet hatte.
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Das Argument des Stadtrates, wonach sich der Betrieb öffentlicher
Bedürfnisanstalten für private Unternehmen nicht rechnet, kann
Klucsarits nicht gelten lassen: "In den Unternehmen, die derartige
Bedürfnisanstalten betreiben, sitzen ja keine wirtschaftlichen
Amateure. Sie haben sich ja vorher ausgerechnet, ob ihr Engagement
gewinnbringend ist oder nicht. Und wenn es nicht gewinnbringend
wäre, hätten sie ja kein Interesse daran, Bedürfnisanstalten zu
betreiben." Die privaten Interessenten wollen ihre Einnahmen durch
Werbeflächen auf den Wänden der Bedürfnisanstalten erzielen.
Auch die Behauptung des Stadtrates, wonach unter Berufung auf
einen Kontrollamtsbericht in Wien kein Mehrbedarf an öffentlichen
Bedürfnisanstalten besteht - derzeit sind es 340 - kann Klucsarits
nicht nachvollziehen: "Mir versichern Fachleute, daß 60 bis 70
Anlagen mehr den Bedürfnissen der Wienerinnen und Wiener
entsprechen. Und wer einmal erlebt hat, wie unangenehm es ist,
wenn es einmal dringend ist und nirgendwo ein Ort zu sehen ist,
der Erleichterung verspricht, kann diese Expertenschätzung
durchaus nachvollziehen."
Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Pressestelle
Tel.: (01) 4000/81915
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