- 01.08.1998, 08:05:00
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Auer: Sozialdemokraten wollen gleiche Chancen für alle bei der Kinderbetreuung
Öffentliche Betreuung fördert Entwicklung und Fortkommen der Kinder
St. Pölten, (SPI) – "Die Einführung eines Kinderbetreuungsscheck ist
abzulehnen, da dieser die Frauen auf dem Arbeitsmarkt diskriminieren
und die Kinderbetreuungsplätze extrem verteuern würde. Die
Sozialdemokraten setzten sich dagegen für einen Ausbau der
hochqualitativen Kinderbetreuungseinrichtungen ein sowie der
Sicherung eines freien Zuganges zu den Kinderbetreuungseinrichtungen.
Die Talente und damit die Entwicklung der Kinder werden in
öffentlichen Einrichtungen gezielt gefördert und sichern damit auch
später ein besseres Fortkommen der Kinder in Schule und Beruf",
stellt die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helene Auer
heute fest.****
Die seitens des Bundes für 1999 bereitgestellten 600 Millionen
Schilling zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen werden durch
die Länder verdoppelt. Der Schwerpunkt soll dabei beim Ausbau von
Betreuungsplätzen für Kinder bis zu drei Jahren und bei der
Nachmittagsbetreuung für Schüler ab sechs Jahren liegen. Als weitere
Schwerpunkte bezeichnet Auer die Flexibilisierung der Öffnungszeiten
von Betriebskindergärten sowie ein forcierter Ausbau dieser
Einrichtungen.
"Der von Bartenstein und der ÖVP geforderte Kinderbetreuungsscheck
ist kein geeignetes Mittel zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und
Familie. Eine Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf ist nicht
gewährleistet, weil privatisierte Kinderbetreuungsplätze erheblich
teurer wären, wobei auch die Qualität der Betreuung gefährdet wäre.
Weiters würde sich für Frauen der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach
langer Abwesenheit deutlich erschweren. Ein weiterer Nachteil ist,
daß durch den Kinderbetreuungsscheck Sozialleistungen, wie etwa
Karenz- und Arbeitslosengeld, Notstands- und Teilzeitbeihilfe, sowie
Beihilfen zur Kinderbetreuung und Familienzuschüsse der Länder
einfach entfallen würden", so Abg. Auer abschließend.
(Schluß) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/200
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