Auer: Sozialdemokraten wollen gleiche Chancen für alle bei der Kinderbetreuung

Öffentliche Betreuung fördert Entwicklung und Fortkommen der Kinder

St. Pölten, (SPI) – "Die Einführung eines Kinderbetreuungsscheck ist abzulehnen, da dieser die Frauen auf dem Arbeitsmarkt diskriminieren und die Kinderbetreuungsplätze extrem verteuern würde. Die Sozialdemokraten setzten sich dagegen für einen Ausbau der hochqualitativen Kinderbetreuungseinrichtungen ein sowie der Sicherung eines freien Zuganges zu den Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Talente und damit die Entwicklung der Kinder werden in öffentlichen Einrichtungen gezielt gefördert und sichern damit auch später ein besseres Fortkommen der Kinder in Schule und Beruf", stellt die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helene Auer heute fest.****

Die seitens des Bundes für 1999 bereitgestellten 600 Millionen Schilling zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen werden durch die Länder verdoppelt. Der Schwerpunkt soll dabei beim Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder bis zu drei Jahren und bei der Nachmittagsbetreuung für Schüler ab sechs Jahren liegen. Als weitere Schwerpunkte bezeichnet Auer die Flexibilisierung der Öffnungszeiten von Betriebskindergärten sowie ein forcierter Ausbau dieser Einrichtungen.

"Der von Bartenstein und der ÖVP geforderte Kinderbetreuungsscheck ist kein geeignetes Mittel zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf ist nicht gewährleistet, weil privatisierte Kinderbetreuungsplätze erheblich teurer wären, wobei auch die Qualität der Betreuung gefährdet wäre. Weiters würde sich für Frauen der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach langer Abwesenheit deutlich erschweren. Ein weiterer Nachteil ist, daß durch den Kinderbetreuungsscheck Sozialleistungen, wie etwa Karenz- und Arbeitslosengeld, Notstands- und Teilzeitbeihilfe, sowie Beihilfen zur Kinderbetreuung und Familienzuschüsse der Länder einfach entfallen würden", so Abg. Auer abschließend.
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