• 17.07.1998, 10:20:31
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Umweltdachverband ÖGNU: Berggesetznovelle ist ein schlechter Witz: Alibihandlungen statt echter Reform Neues Berggesetz mißachtet Interessen der Gemeinden

Wien (OTS) - "Das Ergebnis der Berggesetzverhandlungen ist nicht
einmal mehr ein Öko-Schmäh, sondern nur mehr ein schlechter Witz,"
sagt Präsident Dr. Gerhard Heilingbrunner. "Die jetzt bekannt
gewordenen Punkte sind allesamt no-na-Bestimmungen. In Nationalparken
und Naturschutzgebieten durfte ohnehin nie abgebaut werden, jetzt
wird das als großer Erfolg verkauft. Was soll das?"

Ebenfalls inakzeptabel sind die 300m-Abstand zu Wohnbaugebieten.
Lärm, Staub, Erschütterungen nach Sprengungen kennen keine
300m-Grenze, dieser viel zu geringe Abstand schafft betroffenen
Anrainern keinerlei Abhilfe.

Völlig mißachtet wurden wieder einmal die Interessen der
Gemeinden: Trotz vehementem Protest von Gemeinden, trotz
österreichweit mehr als 330 Gemeinderatsbeschlüssen gegen das
Berggesetz bleibt die örtliche Raumordnung wieder einmal wirkungslos.
Ebenfalls offen ist, was mit den seit 1990 hunderten laufenden
Verfahren und den bereits zwangsgewidmeten Flächen passiert.

"Seitens des Umweltdachverbandes ÖGNU wird diese Einigung zur
Gänze abgelehnt," so Heilingbrunner abschließend.

Rückfragehinweis: ÖGNU Umweltdachverband
Ulrich Ahamer,
Tel.: 01/40 113-21
e-mail: [email protected]

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGN/OTS

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