EU-Umweltrat in Graz berät Forcierung erneuerbarer Energieträger

Erstmals auch Minister aus Beitrittswerberländern dabei

Graz (OTS) - Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger steht im Mittelpunkt des heute, Freitag, beginnenden informellen Rats der EU-Umweltminister in Graz. Die EU will den Anteil der erneuerbaren Energieträger am gesamten Energieeinsatz in den kommenden 12 Jahren von derzeit 6 auf 12 Prozent verdoppeln. Der Umweltrat, der von Österreichs Umweltminister Dr. Martin Bartenstein geleitet wird, wird Strategien diskutieren, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

Als zweiter Schwerpunkt steht die Integration des
Umweltschutzes in andere Politikfelder wie Industrie, Energie, Verkehr, Landwirtschaft und Tourismus auf der Tagesordnung. Kommission und Rat haben sich zu diesem Ziel grundsätzlich bereits bekannt, die Umweltminister wollen nun einen "Fahrplan" zur tatsächlichen Umsetzung formulieren.

Für die Nachmittagsberatungen in Graz wurde der Teilnehmerkreis erweitert. Erstmals nehmen auch Umweltminister aus den zehn assoziierten Staaten Mittel- und Osteuropas und Zyperns am informellen Rat teil. Insgesamt 18 Staaten (Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Portugal, Schweden, Bulgarien, Lettland, Litauen, Polen,
Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern) sind durch Minister, stellvertretende Minister oder Staatssekretäre vertreten, sieben weitere Staaten (Belgien, Griechenland, Luxemburg, die
Niederlande, Spanien, Estland und die Slowakei) durch Vertreter
auf hoher Diplomaten- oder Beamtenebene. Auch EU-Umweltkommissarin Ritt Bjerregaard wird in Graz erwartet.

Einen ersten Ausblick auf den Umweltrat gibt Umweltminister Bartenstein heute, Freitag, um 12.00 Uhr bei einem Pressegespräch im Grazer Congress. Über den Fortgang der Gespräche am Samstag werden die Medienvertreter morgen, Samstag, in einer
Pressekonferenz informiert, an der Bartenstein und EU-Kommissarin Bjerregaard teilnehmen. Die abschließenden Schlußfolgerungen des informellen Umweltrats werden Journalisten ab morgen, 18.00 Uhr,
im Pressezentrum im Grazer Congress in schriftlicher Form zur Verfügung stehen. Am Sonntag geht der Umweltrat mit einer gemeinsamen Besichtigung des Nationalparks Donau-Auen im Raum Haslau/Eckartsau zu Ende.

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