Neuer Anlauf bei Figurteich in Guntramsdorf

Lenkt Firma Universale ein?

St.Pölten (NLK) - "Die Initiative für die Naturdenkmalerklärung des Figurteiches in Guntramsdorf hat seinerzeit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ergriffen. Nun soll ein ergänzender Grünkorridor zum Rinketeich geschaffen werden", erklärt der NÖ Raumordnungsreferent, Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, in der seit 28 Monaten geführten Kontroverse um den Biotopkomplex "FIGUR" in der Gemeinde Guntramsdorf. Deshalb hat er die festgefahrenen Gespräche neuerlich in Gang gebracht.

Nach Diskussionen mit den betroffenen Gemeinden Guntramsdorf und Wiener Neudorf, mit der Umweltanwaltschaft, der Naturschutz- und der Raumordnungsabteilung hat nun auch eine Besprechung mit der Firma Universale, der Eigentümerin des betroffenen Grundstückes, stattgefunden. Erklärtes Ziel ist es, einen Grünkorridor zwischen dem Figurteich und dem Rinketeich zu schaffen und so das Naturdenkmal Figurteich zusätzlich abzuschirmen.

Das Problem: Das gesamte Areal war Standort einer Ziegelei und ist seit 20 Jahren als Betriebsgebiet gewidmet. Bei einer Rückwidmung würden enorme Schadenersatzverpflichtungen entstehen. Im Zusammenhang mit der Schaffung des Naturdenkmales ist das Land Niederösterreich derzeit bereits mit einer Entschädigungsforderung von 93 Millionen Schilling konfrontiert, weitere 10 Millionen Schilling hat die Gemeinde Guntramsdorf für den Ankauf des Figurteiches aufgebracht.

Die jetzt vor allem von der Bürgerinitiative "Rettet Figur und Ozean" aufgestellten Forderungen auf Umwidmung aller das Biotopkomplex umgebenden Grundstücke würde derzeit eine Belastung des Steuerzahlers in der Höhe von mehr als 100 Millionen Schilling bedeuten und so den aktiven Naturschutz in anderen Bereichen praktisch zum Erliegen bringen.

Landesrat Mag. Sobotka konnte in Gesprächen mit der Firma Universale erwirken, daß bis Ende August 1998 nochmals über Konzepte verhandelt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Generaldirektor Mag. Dr. Süßenbacher von der Universale zugesagt, daß das besagte Grundstück weder veräußert noch selbst beansprucht wird. Die Universale sei zu maximaler Flexibilität bei dieser Problemlösung bereit, fügt aber gleichzeitig hinzu, daß auf Entschädigungsleistungen nicht verzichtet werden kann.

"Durch diesen Konsens und das derzeitige gute Gesprächsklima wird durchaus eine Einigung im Sinne des Naturschutzes möglich sein", ist Landesrat Mag. Sobotka zuversichtlich und fordert gleichzeitig die Bürgerinitiative "Rettet Figur und Ozean" auf, die seinerzeit angekündigte Bausteinaktion nun auch duchzuführen und damit einen Beitrag zur Verwirklichung dieses Vorhabens zu leisten.

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