PRESSEKONFERENZ von t0 Public Netbase - Media Space!

Wien (OTS) - Dienstag, 14. Juli 1998, 10:00 Uhr
ORT: Depot. Kunst & Diskussion, Museumsplatz 1, Museumsquartier, A-1070 Wien
Am Podium: Konrad Becker, Institutsleiter; Wolfgang Zinggl, Bundeskurator für Kunst; MR Herbert Timmermann, Bundeskanzleramt .kunst =

In der parlamentarischen Debatte zu einem dringlichen
Antrag der FPÖ vom 7. Juli 1998 wurde Public Netbase t0 MediaßSpace! seitens der FPÖ als Verbreiter pornographischer Darstellungen bezichtigt.

Anlaßfall dieser unhaltbaren Anschuldigungen ist eine Veranstaltungsreihe im Mai 1998 unter dem Namen "sex.net - Sex, Lies & the Internet", die sich kritisch mit dem Thema Pornographie, Zensur und Internet von einem feministischen Standpunkt aus beschäftigte. Diese Vorwürfe wurden im Rahmen einer von der FPÖ einberufenen Pressekonferenz am 9. Juli nochmals wiederholt.

In diesem Zusammenhang wurden von der FPÖ Ausdrucke einer kommerziellen und in keiner wie immer gearteten Weise mit Public Netbase in Zusammenhang stehenden Web-Site mit der Adresse "http://www.sex.net" verteilt. Aus dieser teilweisen Namensähnlichkeit wurde im Rahmen der Pressekonferenz der Schluß gezogen, daß Public Netbase Betreiber der Web-Site "http://www.sex.net" sei. Diese Anschuldigungen wurden erhoben, obwohl auf der kommerziellen Erotik Web-Site "sex.net" sehr deutlich sichtbar folgender Copyright-Hinweis angebracht ist: "Copyright 1998 Ocean Fund International, Ltd, A British Virgin Island International Corporation. All Rights Reserved" (Zitat http://www.sex.net)

Auf den als Unterlage zur Pressekonferenz verteilten Ausdrucke der Web-Site "sex.net" war dieser Copyright-Hinweis allerdings nicht zu finden, was den Eindruck entstehen lassen konnte, daß diese Web-Site in einer Verbindung zu Public Netbase steht. Was nach unseren Informationen von Dr. Jörg Haider in der erwähnten Pressekonferenz der FPÖ am 9. Juli auch behauptet wurde.

Die in der Pressekonferenz erhobenen Anschuldigungen entbehren aufgrund der oben angeführten Copyright-Verweise jeder Grundlage und werden von Public Netbase aufs deutlichste zurückgewiesen.

Die im Monat Mai veranstalteten Vorträge und Performances setzten sich kritisch mit der undifferizierten Medienberichterstattung in bezug auf Pornographie und das Internet auseinander.

Die eingeladenen Vortragenden Prof. Constance Penley (University of California Santa Barbara, USA), Cherie Matrix (Feminists Against Censorship, UK) und Mistress Midori (San Francisco, USA) und sämtliche an der Veranstaltungsreihe Beteiligten sind international anerkannte und geschätzte ExpertInnen und KünstlerInnen im Bereich Feminismus, Pornographie und neue Medien.

Die Vortragenden und der Veranstalter Public Netbase t0 MediaßSpace! verurteilen Kinder-pornographie und jede Form sexuellen Mißbrauchs aufs schärfste und verurteilen auch den Versuch der FPÖ, Public Netbase mit kriminellen Handlungen zu assoziieren.

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