- 02.07.1998, 11:52:04
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21 neue österreichische EUREKA-Projekte genehmigt
Anteil österreichischer KMUs an EUREKA-Projekten mit 70 Prozent sehr hoch
PWK - Mit der EUREKA-Ministerkonferenz am 30. Juni in Lissabon
endete für ****
die europäische, marktorientierte Forschungs- und
Entwicklungsinitiative EUREKA ein äußerst erfolgreiches
Arbeitsjahr.
186 neue Projekte - 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr - im Wert von
544 Mio ECU ( 7,6 Mrd. öS) konnten in Lissabon offiziell
bekanntgegeben werden. Die hohe Teilnahme von Klein- und
Mittelbetrieben, die heute als treibende Kraft bei EUREKA angesehen
werden kann, sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der EU
und ihrem Rahmenprogramm sind besonders hervorzuheben.
KMUs sind an 50 Prozent der EUREKA Projekte beteiligt, und bei 60
Prozent der Projekte sind KMUs Projektleiter. Der Rückgang der
durchschnittlichen Projektkosten auf 2,9 Mio ECU ist als
Folge dieses stärkeren Engagements von KMUs anzusehen. Der
erfolgreiche Start der ersten ehrgeizigen, strategischen
Großprojekte
von gesamteuropäischer Bedeutung im Rahmen der neuen Kooperation
zwischen EUREKA und EU machen die Initiative jedoch künftig auch
für
die europäischen Großunternehmen attraktiv. Die Industrie-
Orientierung und das Marktpotential von EUREKA-Projekten wurde im
abgelaufenen Jahr noch stärker.
"Österreich war mit 21 neuen Projekten im Wert von 17,2 Mio ECU
(240
Mio öS) wieder eines der aktivsten Mitgliedsländer", betont
Hellfried Böhm vom Referat für Internationale Innovation,
Technologie- und Forschungskooperation-EUREKA nach Beendigung der
Ministerkonferenz. "Die KMU-Beteiligung war mit fast 70 Prozent
überdurchschnittlich hoch. Österreich ist darüberhinaus sowohl am
EUREKA-Großprojekt am Mikroelektroniksektor MEDEA als auch am ersten
strategischen Clusterprojekt EURIMUS beteiligt", so Böhm.
Ein herausragender österreichischer Erfolg der Lissaboner
Konferenz ist die Annahme eines strategischen europäischen
Clusterprojekts unter österreichischer Führung. Es handelt sich um
SCARE (Strategic Comprehensive Approach for Recycling of
Electronics), ein Projekt, welches die Wiederverwertung und
umweltfreundliche Entsorgung von elektrischen und elektronischen
Geräten zum Inhalt hat. Das Projekt wird von der Austrian Society for
Systems Engineering and Automation -SAT-, Wiener Neustadt,
koordiniert und wird bereits in der Vorbereitungsphase von 14 EUREKA-
Mitgliedsländern und der EU unterstützt. Die Kosten des 5-
Jahresprojekts, in dem Großunternehmen, KMUs und Forschungsinstitute
zusammenarbeiten, betragen voraussichtlich 100 Mio ECU (1,4 Mrd öS.).
(Schluß) pt
Rückfragehinweis: Dkfm. Hellfried Böhm
BIT
Tel.: 5811616
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