Rosenstingl: Neuer Anwalt glaubt nicht an Auslieferung

Wien (OTS) - Vorausmeldung zu News 27/98 =

Der in Brasilien verhaftete FPÖ-Mandatar Peter
Rosenstingl kämpft mit seinem neuen Anwalt gegen seine Auslieferung nach Österreich. Sein neuer Advokat, Marcos Grutzmacher, ist sicher, eine Auslieferung seines Mandanten wegen "Formalfehlern" der brasilianischen Behörden verhindern zu können. Wer sein Honorar zahle, nachdem Rosenstingl offiziell über kein Vermögen verfügt, will Grutzmacher nicht verraten. Österreicher in Brasilien würden dafür aufkommen.

Politikergagen: Fuhrmann hat Anspruch auf 400.000 Schilling im Monat

Durch eine Lücke im Bezügebegrenzungsgesetz hat der frühere SPÖ-Klubobmann und künftige Europarichter Willi Fuhrmann demnächst einen Anspruch auf knapp 400.000 Schilling im Monat. Zu Fuhrmanns Bezug in Straßburg - rund 207.000 Schilling monatlich steuerfrei -kommt ab dem 58. Lebensjahr noch der Pensionsanspruch als früherer Klubobmann (110.000 Schilling monatlich brutto). Der Pensionsanspruch fällt an, weil das Richtereinkommen nicht der Bezügebegrenzung unterliegt. Fuhrmann, derzeit 54, meint gegenüber News, er werde keinen Antrag auf Auszahlung der Pension stellen.

Habsburg: Am 21. Juli vor Finanzsenat

Der ÖVP-EU-Parlamentarier Karl Habsburg muß sich wegen des versuchten Schmuggels eines 630.000-Schilling-Golddiadems nun endgültig vor einen Finanzsenat verantworten. Nachdem Habsburg den letzten Termin am 10. Juni wegen Reisen nicht wahrnehmen konnte, ist nun der 21. Juli als neuer Termin angesetzt.

Mochovce: Österreichische Firmen lieferten zu

Wie die morgen erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins News berichtet, haben mehrere österreichische Firmen Zulieferungen für das umstrittene slowakische AKW Mochovce getätigt. Die Österreich-Tochter des Schweizer Unternehmens Landis & Gyr lieferte umfangreiche Ausrüstung für das Sicherheitssystem in geschätztem Wert von etwa 150 Millionen Schilling. Ein Landis & Gyr-Sprecher bezeichnete News gegenüber die Lieferung als "unseren Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit" in Mochovce. Die OMV lieferte Spezialwinterdiesel für die Notstromaggregate. Siemens Österreich soll laut slowakischen Quellen über eine Preßburger Tochter Kabelmaterial für das AKW geliefert haben, was ein Siemens-Österreich-Sprecher allerdings dementiert. Sämtliche Geschäftsverbindungen mit Mochovce seien von Siemens-Deutschland abgewickelt worden.

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