Münchener Rückvers. AG : Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

München (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------

Aktienstruktur- und Kapitalmaßnahmen 1998/99
Münchener Rück gibt Ende Juli neue Aktien aus
Kapitalerhöhung als Auftakt weiterer aktionärsfreundlicher Schritte
In Zukunft nur noch eine Aktienkategorie
Höhere Dividendenausschüttung und mehr Transparenz als Ziele der Maßnahmen

Mit einem ganzen Paket von Maßnahmen geht die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft auf ihre Aktionäre und auf den Kapitalmarkt zu. Zunächst wird sie ihr Aktienkapital um nominal 35 Mio. DM auf rund 870 Mio. DM erhöhen. Die Bezugsfrist für die neuen Aktien läuft ab Ende Juli. Aufgrund dieser Kapitalerhöhung fließen der von der Börse derzeit mit über 70 Mrd. DM bewerteten Münchener Rück 2,1 Mrd. DM zu. Das Gesamtpaket, zu dem darüber hinaus die Volleinzahlung der Namensaktien und die Straffung der Aktienstruktur gehören sollen, bringt dem Münchener-Rück-Namensaktionär eine Rendite von ca. 10 %. Die Konditionen der Kapitalerhöhung Die Barkapitalerhöhung erfolgt aus genehmigtem Kapital: Ab Ende Juli können die Aktionäre der Münchener Rück neue Aktien im Verhältnis 25:1 der Einzahlungsbeträge zu einem Preis von 600 DM beziehen; derzeit notiert die Namensaktie bei 880 DM. Nach den überaus positiven Erfahrungen mit der innovativen Kapitalerhöhung von 1994 wird auch diesmal jeder neuen Namensaktie ein Optionsschein beigefügt. Vier Optionsscheine berechtigen während der vierjährigen Optionsfrist zum Erwerb einer weiteren teileingezahlten Namensaktie mit zunächst 10 DM Nennwert. Der Optionsschein wird einen rechnerischen Wert von ca. 80 DM haben. In Zukunft die Stückaktie Unter dem Stichwort Transparenz ist auch der zweite Maßnahmenkomplex zu sehen, der auf der kommenden Hauptversammlung der Gesellschaft am 5.11.1998 in Beschlüsse umzusetzen ist: Die Münchener Rück - seit jeher ein Unternehmen mit mehreren, seit den 70er Jahren mit zwei Aktienkategorien - nimmt die Umstellung auf den Euro zum Anlaß für die weitere Straffung ihrer Aktienstruktur. Neben rund 82 Mio. Namensaktien gibt es derzeit noch 3 Mio. Inhaberaktien. Das Gewicht dieser Kategorie ist zwar im Laufe der Jahre immer kleiner geworden, in der Börsenpraxis wirft das Nebeneinander aber zunehmend Fragen auf. In Zukunft möchte die Münchener Rück als einzige Kategorie volleingezahlte vinkulierte Namensaktien haben. Diese Vereinheitlichung beseitigt Irritationen und Mißverständnisse, erhöht die Transparenz und die Handelbarkeit der Münchener-Rück-Aktie und steigert so deren Attraktivität auch für internationale Anleger. Den Weg zur dann einzigen Aktienkategorie geht die Münchener Rück über die Einführung der Stückaktie. Zu diesem Zweck sollen zunächst die Nennbeträge von Namens- und Inhaberaktien aktionärsfreundlich synchronisiert und die bisher mit 5 DM teileingezahlten Namensaktien voll eingezahlt werden. Anschließend ist ein Aktiensplit im Verhältnis 1:2 vorgesehen. Gleichbehandlung für Inhaberaktionäre Sobald ihre Aktien einheitlich 5 DM Nennwert und Volleinzahlung aufweisen, möchte die Münchener Rück die Aufsplitterung des Handels in ihren Börsenpapieren beseitigen und auf eine Aktie umstellen; diese neue Aktie wird auch eine spätere Einführung an ausländischen Börsen ermöglichen. Um die Inhaberaktionäre für die Strukturmaßnahme zu gewinnen, wird ihnen eine separate Kapitalerhöhung geboten. Dabei werden sie zu einem Ausgabepreis von 247 DM für jede Inhaberaktie eine auf den Namen lautende Stückaktie erwerben und außerdem ihren Bestand an Inhaberaktien umtauschen können. Diese Sondermaßnahme entspricht der von der Münchener Rück stets verfolgten Zielsetzung, Namens- und Inhaberaktionäre möglichst gleich zu behandeln. Das Paket bringt den Aktionären rund 10 % Rendite Die Attraktivität des Maßnahmenpakets für die Münchener-Rück-Aktionäre ergibt sich aus folgender Beispielrechnung: Namensaktionäre, die an allen Maßnahmen entsprechend ihrem bisherigen Engagement teilnehmen, wenden nur gut 3,6 % des Werts ihres bisherigen Besitzes an Münchener-Rück-Aktien zusätzlich auf, um ihre künftigen Dividendenerträge auf mehr als das Doppelte zu erhöhen. Die sich hieraus errechnende kombinierte Rendite von 9,5 % p.a. erhöht sich auf 10,7 %, sofern der Optionsschein nach Bezug veräußert wird. Diese Renditezahlen berücksichtigen nicht die Vorteile, die die Münchener Rück von der Vereinheitlichung der Aktienstruktur erwartet. Diese verbessert Transparenz und Handelbarkeit der Münchener-Rück-Aktie, wie es auch von in- und ausländischen Investoren immer wieder angeregt wurde. _________________________________________________________________ Vorstehend handelt es sich um einen Auszug aus der Pressenotiz, die wie üblich unmittelbar nach dieser gesetzlich vorgeschriebenen Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht wird. II. Geschäftsjahr 1997/98 (Bilanzstichtag 30.6.1998) Das Geschäftsjahr 1997/98 verlief für die Münchener-Rück-Gruppe erneut sehr befriedigend. Die erfreuliche Ergebnisentwicklung erlaubt auch in diesem Geschäftsjahr eine weitere Erhöhung der Dividende: Aufsichtsrat und Vorstand werden der nächsten Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende um DM 0,10 je Aktie auf DM 1,80 je Aktie anzuheben. Als Ergebnis je Aktie DM 5 (ermittelt nach dem DVFA/GDV-Schema) rechnen wir mit einem Betrag von rund DM 16,00 (Vorjahr 15,65). Im einzelnen: Der Konzernabschluß 1997/98 wird sich deutlich von dem des Vorjahres unterscheiden. Die Erträge und Aufwendungen der American Re sind erstmals, die der DKV jetzt für ein ganzes Jahr enthalten. Hinzu kommen schließlich infolge der ERGO-Gründung die Erträge und Aufwendungen der VICTORIA-Gruppe, und zwar anteilig für die Monate August bis Dezember 1997. Diese Veränderungen im Konsolidierungskreis tragen wesentlich zu dem Umsatzsprung um 38 % auf DM 44,4 Milliarden bei. In der Rückversicherung hat sich das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellungen wettbewerbsbedingt verschlechtert. Wir werden einen kleinen Fehlbetrag von rund DM 50 (Vorjahr +231) Millionen ausweisen. Das versicherungstechnische Ergebnis der Erstversicherer hat sich weiter verbessert; der Überschuß stieg auf DM 655 (Vorjahr 545) Millionen. Den Schwankungsrückstellungen werden wir für das Berichtsjahr mit DM 1,3 (Vorjahr 1,2) Milliarden erneut einen sehr hohen Betrag zuführen. Zudem werden mit DM 270 (Vorjahr 200) Millionen erneut hohe Sonderzuführungen an die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle insbesondere in Haftpflicht vorgenommen. Die Kapitalanlagen im Konzern stiegen um über DM 60 Milliarden auf rund DM 209 Milliarden. Der Überschuß aus den Kapitalanlagen beläuft sich auf mehr als DM 13 (Vorjahr 9,4) Milliarden. Der Konzernjahresüberschuß wird wesentlich höher sein als im Vorjahr. Wir erwarten einen Gewinn von über DM 1,1 Milliarden (Vorjahr 699 Millionen). Der Jahresabschluß 1997/98 der Münchener-Rück-Aktiengesellschaft wird in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. September 1998 beraten und festgestellt werden; gleichzeitig wird dann auch der Konzernabschluß vorgelegt. Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

Der Vorstand

Ende der Mitteilung

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