- 29.06.1998, 14:55:38
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- OTS0172
Münchener Rückvers. AG : Paragraph 15 WpHG-Mitteilung
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München (ots-Ad hoc-Service) -
Aktienstruktur- und Kapitalmaßnahmen 1998/99
Münchener Rück gibt Ende Juli neue Aktien aus
Kapitalerhöhung als Auftakt weiterer aktionärsfreundlicher
Schritte
In Zukunft nur noch eine Aktienkategorie
Höhere Dividendenausschüttung und mehr Transparenz als Ziele der
Maßnahmen
Mit einem ganzen Paket von Maßnahmen geht die Münchener
Rückversicherungs-Gesellschaft auf ihre Aktionäre und auf den
Kapitalmarkt zu. Zunächst wird sie ihr Aktienkapital um nominal 35
Mio. DM auf rund 870 Mio. DM erhöhen. Die Bezugsfrist für die neuen
Aktien läuft ab Ende Juli. Aufgrund dieser Kapitalerhöhung fließen
der von der Börse derzeit mit über 70 Mrd. DM bewerteten Münchener
Rück 2,1 Mrd. DM zu. Das Gesamtpaket, zu dem darüber hinaus die
Volleinzahlung der Namensaktien und die Straffung der Aktienstruktur
gehören sollen, bringt dem Münchener-Rück-Namensaktionär eine Rendite
von ca. 10 %. Die Konditionen der Kapitalerhöhung Die
Barkapitalerhöhung erfolgt aus genehmigtem Kapital: Ab Ende Juli
können die Aktionäre der Münchener Rück neue Aktien im Verhältnis
25:1 der Einzahlungsbeträge zu einem Preis von 600 DM beziehen;
derzeit notiert die Namensaktie bei 880 DM. Nach den überaus
positiven Erfahrungen mit der innovativen Kapitalerhöhung von 1994
wird auch diesmal jeder neuen Namensaktie ein Optionsschein
beigefügt. Vier Optionsscheine berechtigen während der vierjährigen
Optionsfrist zum Erwerb einer weiteren teileingezahlten Namensaktie
mit zunächst 10 DM Nennwert. Der Optionsschein wird einen
rechnerischen Wert von ca. 80 DM haben. In Zukunft die Stückaktie
Unter dem Stichwort Transparenz ist auch der zweite Maßnahmenkomplex
zu sehen, der auf der kommenden Hauptversammlung der Gesellschaft am
5.11.1998 in Beschlüsse umzusetzen ist: Die Münchener Rück - seit
jeher ein Unternehmen mit mehreren, seit den 70er Jahren mit zwei
Aktienkategorien - nimmt die Umstellung auf den Euro zum Anlaß für
die weitere Straffung ihrer Aktienstruktur. Neben rund 82 Mio.
Namensaktien gibt es derzeit noch 3 Mio. Inhaberaktien. Das Gewicht
dieser Kategorie ist zwar im Laufe der Jahre immer kleiner geworden,
in der Börsenpraxis wirft das Nebeneinander aber zunehmend Fragen
auf. In Zukunft möchte die Münchener Rück als einzige Kategorie
volleingezahlte vinkulierte Namensaktien haben. Diese
Vereinheitlichung beseitigt Irritationen und Mißverständnisse, erhöht
die Transparenz und die Handelbarkeit der Münchener-Rück-Aktie und
steigert so deren Attraktivität auch für internationale Anleger. Den
Weg zur dann einzigen Aktienkategorie geht die Münchener Rück über
die Einführung der Stückaktie. Zu diesem Zweck sollen zunächst die
Nennbeträge von Namens- und Inhaberaktien aktionärsfreundlich
synchronisiert und die bisher mit 5 DM teileingezahlten Namensaktien
voll eingezahlt werden. Anschließend ist ein Aktiensplit im
Verhältnis 1:2 vorgesehen. Gleichbehandlung für Inhaberaktionäre
Sobald ihre Aktien einheitlich 5 DM Nennwert und Volleinzahlung
aufweisen, möchte die Münchener Rück die Aufsplitterung des Handels
in ihren Börsenpapieren beseitigen und auf eine Aktie umstellen;
diese neue Aktie wird auch eine spätere Einführung an ausländischen
Börsen ermöglichen. Um die Inhaberaktionäre für die Strukturmaßnahme
zu gewinnen, wird ihnen eine separate Kapitalerhöhung geboten. Dabei
werden sie zu einem Ausgabepreis von 247 DM für jede Inhaberaktie
eine auf den Namen lautende Stückaktie erwerben und außerdem ihren
Bestand an Inhaberaktien umtauschen können. Diese Sondermaßnahme
entspricht der von der Münchener Rück stets verfolgten Zielsetzung,
Namens- und Inhaberaktionäre möglichst gleich zu behandeln. Das Paket
bringt den Aktionären rund 10 % Rendite Die Attraktivität des
Maßnahmenpakets für die Münchener-Rück-Aktionäre ergibt sich aus
folgender Beispielrechnung: Namensaktionäre, die an allen Maßnahmen
entsprechend ihrem bisherigen Engagement teilnehmen, wenden nur gut
3,6 % des Werts ihres bisherigen Besitzes an Münchener-Rück-Aktien
zusätzlich auf, um ihre künftigen Dividendenerträge auf mehr als das
Doppelte zu erhöhen. Die sich hieraus errechnende kombinierte Rendite
von 9,5 % p.a. erhöht sich auf 10,7 %, sofern der Optionsschein nach
Bezug veräußert wird. Diese Renditezahlen berücksichtigen nicht die
Vorteile, die die Münchener Rück von der Vereinheitlichung der
Aktienstruktur erwartet. Diese verbessert Transparenz und
Handelbarkeit der Münchener-Rück-Aktie, wie es auch von in- und
ausländischen Investoren immer wieder angeregt wurde.
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Vorstehend handelt es sich um einen Auszug aus der Pressenotiz, die
wie üblich unmittelbar nach dieser gesetzlich vorgeschriebenen
Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht wird. II. Geschäftsjahr 1997/98
(Bilanzstichtag 30.6.1998) Das Geschäftsjahr 1997/98 verlief für die
Münchener-Rück-Gruppe erneut sehr befriedigend. Die erfreuliche
Ergebnisentwicklung erlaubt auch in diesem Geschäftsjahr eine weitere
Erhöhung der Dividende: Aufsichtsrat und Vorstand werden der nächsten
Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende um DM 0,10 je Aktie auf
DM 1,80 je Aktie anzuheben. Als Ergebnis je Aktie DM 5 (ermittelt
nach dem DVFA/GDV-Schema) rechnen wir mit einem Betrag von rund DM
16,00 (Vorjahr 15,65). Im einzelnen: Der Konzernabschluß 1997/98 wird
sich deutlich von dem des Vorjahres unterscheiden. Die Erträge und
Aufwendungen der American Re sind erstmals, die der DKV jetzt für ein
ganzes Jahr enthalten. Hinzu kommen schließlich infolge der
ERGO-Gründung die Erträge und Aufwendungen der VICTORIA-Gruppe, und
zwar anteilig für die Monate August bis Dezember 1997. Diese
Veränderungen im Konsolidierungskreis tragen wesentlich zu dem
Umsatzsprung um 38 % auf DM 44,4 Milliarden bei. In der
Rückversicherung hat sich das versicherungstechnische Ergebnis vor
Veränderung der Schwankungsrückstellungen wettbewerbsbedingt
verschlechtert. Wir werden einen kleinen Fehlbetrag von rund DM 50
(Vorjahr +231) Millionen ausweisen. Das versicherungstechnische
Ergebnis der Erstversicherer hat sich weiter verbessert; der
Überschuß stieg auf DM 655 (Vorjahr 545) Millionen. Den
Schwankungsrückstellungen werden wir für das Berichtsjahr mit DM 1,3
(Vorjahr 1,2) Milliarden erneut einen sehr hohen Betrag zuführen.
Zudem werden mit DM 270 (Vorjahr 200) Millionen erneut hohe
Sonderzuführungen an die Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle insbesondere in Haftpflicht vorgenommen. Die
Kapitalanlagen im Konzern stiegen um über DM 60 Milliarden auf rund
DM 209 Milliarden. Der Überschuß aus den Kapitalanlagen beläuft sich
auf mehr als DM 13 (Vorjahr 9,4) Milliarden. Der
Konzernjahresüberschuß wird wesentlich höher sein als im Vorjahr. Wir
erwarten einen Gewinn von über DM 1,1 Milliarden (Vorjahr 699
Millionen). Der Jahresabschluß 1997/98 der
Münchener-Rück-Aktiengesellschaft wird in der
Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. September 1998 beraten und
festgestellt werden; gleichzeitig wird dann auch der Konzernabschluß
vorgelegt. Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Der Vorstand
Ende der Mitteilung
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