• 29.06.1998, 11:42:43
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  • OTS0099

Penz: EU darf ländlichen Raum nicht vernachlässigen

Agenda-Vorschläge bedeuten 1 Mrd. S weniger an Fördermitteln

Niederösterreich, 29.6.98 (NÖI) Eine gezielte Förderung des
ländlichen Raumes im Rahmen der EU-Regionalpolitik auch über das
Jahr 1999 hinaus forderte heute NÖ Bauernbunddirektor Johann Penz.
"Wenn die Vorschläge der EU-Kommission nach den Vorgaben der Agenda
2000 unverändert angenommen würden, würde dies allein für die
ländlichen Gebiete in Österreich im Zeitraum 2000 bis 2006 einen
Verlust an Fördermitteln von fast einer Milliarde Schilling
bedeuten", erklärte Penz. Dies sei für den ländlichen Raum nicht
verkraftbar.****

Laut Agenda 2000 wären die Verluste an Regionalfördermitteln für
Österreich insgesamt beträchtlich, sagte der NÖ Bauernbunddirektor.
So habe das WIFO errechnet, daß Österreich im Zeitraum 2000 bis
2006 mit einer Minderung an Fördermitteln von 687 Millionen
Schilling pro Jahr bzw. mit 4,81 Milliarden Schilling für den
gesamten Zeitraum zu rechnen hätte. Dies entspreche fast einem
Viertel des derzeitigen Fördervolumens. Allein für die Ziel 5b-
Gebiete, also den ländlichen Raum, würde der Verlust jährlich 134
Millionen Schilling bzw. insgesamt 939 Millionen Schilling
betragen.

"Gerade am Beispiel Niederösterreich hat sich gezeigt, daß die
gezielte Regionalförderung in den Bereichen erneuerbare Energien,
Forstwirtschaft, Dorferneuerung, Landentwicklung, Qualifizierung
sowie Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte Investitionen in
der Höhe von mehr als 2 Milliarden Schilling ausgelöst und damit
zur Arbeitsplatzsicherung und -schaffung im ländlichen Raum ganz
wesentlich beigetragen hat", erklärte Penz.

Der NÖ Bauernbund werde daher darauf drängen, daß der ländliche
Raum auch in Zukunft im Rahmen der EU-Regionalpolitk eine wichtige
Position einnimmt. "Wir erwarten uns, daß Österreich seinen EU-
Ratsvorsitz auch dahingehend nützt, die Interessen unserer
ländlichen Gebiete wahrzunehmen. Denn eine weitere Abwanderung in
die Ballungszentren aufgrund fehlender Entwicklungsperspektiven in
den ländlichen Regionen kann nicht im Interesse der Gesellschaft
liegen", sagte Penz.

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ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI

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