"Geschenkte" GSM-Telefone sind nicht immer ein "Geschenk"

Elektrohandel mahnt zur Vorsicht und empfielt Information und Beratung im Fachgeschäft

Wien (PWK) - Immer öfter werden in letzter Zeit GSM-Telefone von Handelsfirmen oder Zeitschriften an Verbraucher "verschenkt". "Neben einem klaren und auch schon durchjudizierten Verstoß gegen das Gesetz wegen unlauteren Wettbewerbs (UWG) werden hier breite Konsumentenkreise in nicht unbeträchtlichem Ausmaß getäuscht", kritisiert Wolfgang Krejcik, Vorsteher des Bundesgremiums Elektrohandel in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Denn die Übergabe des geschenkten Produkts erfolgt erst dann, wenn vom Beschenkten ein rechtsgültiger Vertrag mit einem Netzbetreiber unterschrieben wurde. Dieser Vertrag verpflichtet den Konsumenten, neben den Freischaltkosten auch eine monatliche Grundgebühr, z.B. über mindestens 12 Monate, an den Netzbetreiber zu zahlen, unabhängig ob nun telefoniert wird oder nicht. Oft übersteigen diese fix zu zahlenden Beträge im hohen Ausmaß den Warenwert der geschenkten Ware.

So bietet etwa zur Zeit ein Foto-Filialist eine Freissprecheinrichtung im Wert von 990 Schilling kostenlos an, wenn der Konsument einen GSM-Vertrag zu Mindestkosten in Höhe von ca. 1.600 Schilling abschließt.

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Dr. Manfred Kandelhart
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Wirtschaftskammer Österreich

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