• 26.06.1998, 12:14:13
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  • OTS0171

Känghurus, Zebras und Gurtenmuffel

Gurt sei Dank in St.Pölten, Aktionstage in Horn

St.Pölten (NLK) - Im "Jahr des Gurtes" starteten das Kuratorium
für Verkehrssicherheit (KfV), AUVA, ÖAMTC, ARBÖ, Rotes Kreuz,
Zivilschutzverband und Verkehrsministerium heute, 26. Juni, in
St.Pölten die Motivationskampagne "Gurt sei Dank", die mit
Bewußtseinsbildung, Information und der Unterstützung durch 100
prominente Namen aus Sport, Politik und Kultur den Griff zum
Sicherheitsgurt propagiert.

Vor dem Hintergrund, daß sich nur drei Viertel der
Niederösterreicher anschnallen, auf den Rücksitzen sogar nur ein
Drittel angegurtet ist und ebenfalls ein Drittel aller Kinder
völlig ungesichert im Auto transportiert wird, kann das Ziel der
Kampagne nur lauten, 50 Tote weniger pro Jahr auf
Niederösterreichs Straßen zu erreichen. Diese Zahl wäre nämlich
allein durch das Anlegen von Gurten zu erreichen, entspricht doch
ein Aufprall mit 50 km/h einem ungebremsten Sturz aus dem dritten
Stock, wodurch das Unfalltod-Risiko bei nicht angeschnallten
Lenkern trotz Airbags achtmal höher ist.

Als wichtigen ergänzenden legistischen Schritt fordert das KfV
zudem die Anhebung der Strafandrohung für Gurtenmuffel von den
seit 14 Jahren unveränderten 100 auf 300 bis 500 Schilling.

Die Kampagne "Gurt sei Dank" ruft aber nicht nur zu "Keinen
Meter ohne Gurt fahren!" und "Anschnallen auch auf den
Rücksitzen!" auf, sondern auch dazu, Kinder nur gesichert zu
transportieren, starb doch mehr als die Hälfte der im Vorjahr bei
Verkehrsunfällen getöteten Kinder als völlig ungesicherte
Mitfahrer. "Zu Hause achten alle Eltern penibel darauf, daß ihren
Kindern nichts passiert. Es ist wirklich unverständlich, daß ein
Drittel der Kinder völlig ungesichert im Auto unterwegs ist", sagt
dazu Helmut Lindner vom KfV und kündigt die forcierte
Weiterführung der "Aktion Känguruh" für das Propagieren von
Kindersitzen an.
So ist die "Aktion Känguruh" auch ein wichtiger Bestandteil für
die Aktionstage "Verkehrssichere Stadt", die vom 29. Juni bis 1.
Juli in Horn stattfinden. In Zusammenarbeit zwischen KfV und NÖ
Landesregierung macht an diesen Tagen ganz Horn für mehr
Verkehrssicherheit mobil. Neben der "Aktion Känguruh" in acht
Volksschulklassen beteiligen sich die Volksschüler unter dem Motto
"Schüler für mehr Verkehrssicherheit" auch an einer Aktion, bei
der vorbildliche Autofahrer belohnt werden und Verkehrssünder mit
dem Überreichen einer Zitrone für ihr Verhalten rechnen müssen.
Die gebündelte Präsenz junger Menschen für notwendige Änderungen
im Straßenverkehr umfaßt natürlich auch die älteren Schüler. Macht
die "Aktion Zebra" von Schülern der Handelsakademie auf den
Vorrang für Fußgänger auf den Zebrastreifen aufmerksam, so gehen
Gymnasiasten und Schüler der Polytechnischen Schule mit der
"Mobilen Tempoanzeige" auf die Straße, um Schnellfahrern mittels
großflächigen Displays ihr Tempo vor Augen zu führen.
Nähere Informationen zum Aktionsplan "Verkehrssichere Stadt Horn"
und zur Aktion "Gurt sei Dank" beim KfV/Landesstelle NÖ unter der
Telefonnummer 02742/357536.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

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