Känghurus, Zebras und Gurtenmuffel

Gurt sei Dank in St.Pölten, Aktionstage in Horn

St.Pölten (NLK) - Im "Jahr des Gurtes" starteten das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), AUVA, ÖAMTC, ARBÖ, Rotes Kreuz, Zivilschutzverband und Verkehrsministerium heute, 26. Juni, in St.Pölten die Motivationskampagne "Gurt sei Dank", die mit Bewußtseinsbildung, Information und der Unterstützung durch 100 prominente Namen aus Sport, Politik und Kultur den Griff zum Sicherheitsgurt propagiert.

Vor dem Hintergrund, daß sich nur drei Viertel der Niederösterreicher anschnallen, auf den Rücksitzen sogar nur ein Drittel angegurtet ist und ebenfalls ein Drittel aller Kinder völlig ungesichert im Auto transportiert wird, kann das Ziel der Kampagne nur lauten, 50 Tote weniger pro Jahr auf
Niederösterreichs Straßen zu erreichen. Diese Zahl wäre nämlich allein durch das Anlegen von Gurten zu erreichen, entspricht doch ein Aufprall mit 50 km/h einem ungebremsten Sturz aus dem dritten Stock, wodurch das Unfalltod-Risiko bei nicht angeschnallten
Lenkern trotz Airbags achtmal höher ist.

Als wichtigen ergänzenden legistischen Schritt fordert das KfV zudem die Anhebung der Strafandrohung für Gurtenmuffel von den
seit 14 Jahren unveränderten 100 auf 300 bis 500 Schilling.

Die Kampagne "Gurt sei Dank" ruft aber nicht nur zu "Keinen
Meter ohne Gurt fahren!" und "Anschnallen auch auf den
Rücksitzen!" auf, sondern auch dazu, Kinder nur gesichert zu transportieren, starb doch mehr als die Hälfte der im Vorjahr bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder als völlig ungesicherte Mitfahrer. "Zu Hause achten alle Eltern penibel darauf, daß ihren Kindern nichts passiert. Es ist wirklich unverständlich, daß ein Drittel der Kinder völlig ungesichert im Auto unterwegs ist", sagt dazu Helmut Lindner vom KfV und kündigt die forcierte Weiterführung der "Aktion Känguruh" für das Propagieren von Kindersitzen an.
So ist die "Aktion Känguruh" auch ein wichtiger Bestandteil für die Aktionstage "Verkehrssichere Stadt", die vom 29. Juni bis 1. Juli in Horn stattfinden. In Zusammenarbeit zwischen KfV und NÖ Landesregierung macht an diesen Tagen ganz Horn für mehr Verkehrssicherheit mobil. Neben der "Aktion Känguruh" in acht Volksschulklassen beteiligen sich die Volksschüler unter dem Motto "Schüler für mehr Verkehrssicherheit" auch an einer Aktion, bei der vorbildliche Autofahrer belohnt werden und Verkehrssünder mit dem Überreichen einer Zitrone für ihr Verhalten rechnen müssen. Die gebündelte Präsenz junger Menschen für notwendige Änderungen im Straßenverkehr umfaßt natürlich auch die älteren Schüler. Macht die "Aktion Zebra" von Schülern der Handelsakademie auf den
Vorrang für Fußgänger auf den Zebrastreifen aufmerksam, so gehen Gymnasiasten und Schüler der Polytechnischen Schule mit der "Mobilen Tempoanzeige" auf die Straße, um Schnellfahrern mittels großflächigen Displays ihr Tempo vor Augen zu führen.
Nähere Informationen zum Aktionsplan "Verkehrssichere Stadt Horn" und zur Aktion "Gurt sei Dank" beim KfV/Landesstelle NÖ unter der Telefonnummer 02742/357536.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK