• 25.06.1998, 12:12:04
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  • OTS0162

Auflösung des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich

Wählertäuschung

Wien (OTS) - "Die Tatsache, daß eine Wählergruppe bei Wahlen
antritt, bedeutet das Versprechen, sich für ihre Wählerinnen und
Wähler einzusetzen und ihre Interessen wahrzunehmen", betont der
Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Rudolf Schüle.

Nun hat offensichtlich der Ring Freiheitlicher
Wirtschaftstreibender Niederösterreich (RFW) es nicht geschafft,
etwas für seine Wähler zu tun, sondern hat in einer eklatanten
Mißwirtschaft nicht nur seine Einnahmen, sondern darüber hinaus auch
noch Fremdmittel vergeudet. Aus Angst vor den Konsequenzen hat man
sich nun tatsächlich selbst aufgelöst, frei nach dem Motto: Wenn man
seine Rechnungen nicht zahlen kann, verbrennt man sie im Ofen. Mit
der Selbstauflösung des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender
(RFW) in Niederösterreich werden wirklich die letzten moralischen
Bindungen an den Wähler gelöst, ein Drama nimmt seinen Lauf. Es hat
den Anschein, daß den sogenannten Verantwortlichen gar nicht bewußt
ist, was sie da machen bzw. was eine Interessensvertretung für ihre
Mitglieder machen sollte. Ein Verein der vorgegeben hat, Selbständige
vertreten zu wollen, löst sich auf, wenn es brenzlich wird.

Damit wird offenkundig, daß große Teile der FPÖ gar nicht an ihren
Mitgliedern interessiert sind, sondern nur persönliche
Sandkastenspiele spielen: "Und wenn's dann nicht geht, dann wird
frisch-fröhlich aufgelöst"!!

Die FPÖ hat vollmundig verkündet, sie werde einen Ehrenkodex
einführen, nach dem Mandatare und Mandatarinnen, die gegen
Wahlversprechen handeln, geklagt werden können. Die Konsequenz daraus
wäre, sie können nun den gesamten RFW NÖ klagen, was nicht zu
erwarten ist. Zumindest aber kann erwartet werden, daß ihre Mandatare
den Schaden, den sie angerichtet haben, auf Heller und Pfennig
bereinigen und dann geschlossen zurücktreten. Bei vielen anderen
Anlässen sind Rücktritte aus politischer Verantwortung ja von ihrem
Parteiobmann immer wieder gefordert worden. Nun kann der Beweis auch
real angetreten werden. "Wer seine Probleme auf eine derartige,
demokratiepolitisch äußerst bedenkliche Weise zu lösen versucht,
sollte sich mit seiner Gesamtorganisation aus der Wirtschaft
zurückziehen", schließt Schüle.

Rückfragehinweis: Freier Wirtschaftsverband Österreich,
Dr. Andrea Wolf,
Tel.: 01-501 21/26

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FWV/OTS

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