Auflösung des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich

Wählertäuschung

Wien (OTS) - "Die Tatsache, daß eine Wählergruppe bei Wahlen antritt, bedeutet das Versprechen, sich für ihre Wählerinnen und Wähler einzusetzen und ihre Interessen wahrzunehmen", betont der Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Rudolf Schüle.

Nun hat offensichtlich der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender Niederösterreich (RFW) es nicht geschafft, etwas für seine Wähler zu tun, sondern hat in einer eklatanten Mißwirtschaft nicht nur seine Einnahmen, sondern darüber hinaus auch noch Fremdmittel vergeudet. Aus Angst vor den Konsequenzen hat man sich nun tatsächlich selbst aufgelöst, frei nach dem Motto: Wenn man seine Rechnungen nicht zahlen kann, verbrennt man sie im Ofen. Mit der Selbstauflösung des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) in Niederösterreich werden wirklich die letzten moralischen Bindungen an den Wähler gelöst, ein Drama nimmt seinen Lauf. Es hat den Anschein, daß den sogenannten Verantwortlichen gar nicht bewußt ist, was sie da machen bzw. was eine Interessensvertretung für ihre Mitglieder machen sollte. Ein Verein der vorgegeben hat, Selbständige vertreten zu wollen, löst sich auf, wenn es brenzlich wird.

Damit wird offenkundig, daß große Teile der FPÖ gar nicht an ihren Mitgliedern interessiert sind, sondern nur persönliche Sandkastenspiele spielen: "Und wenn's dann nicht geht, dann wird frisch-fröhlich aufgelöst"!!

Die FPÖ hat vollmundig verkündet, sie werde einen Ehrenkodex einführen, nach dem Mandatare und Mandatarinnen, die gegen Wahlversprechen handeln, geklagt werden können. Die Konsequenz daraus wäre, sie können nun den gesamten RFW NÖ klagen, was nicht zu erwarten ist. Zumindest aber kann erwartet werden, daß ihre Mandatare den Schaden, den sie angerichtet haben, auf Heller und Pfennig bereinigen und dann geschlossen zurücktreten. Bei vielen anderen Anlässen sind Rücktritte aus politischer Verantwortung ja von ihrem Parteiobmann immer wieder gefordert worden. Nun kann der Beweis auch real angetreten werden. "Wer seine Probleme auf eine derartige, demokratiepolitisch äußerst bedenkliche Weise zu lösen versucht, sollte sich mit seiner Gesamtorganisation aus der Wirtschaft zurückziehen", schließt Schüle.

Rückfragen & Kontakt:

Freier Wirtschaftsverband Österreich,
Dr. Andrea Wolf,
Tel.: 01-501 21/26

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FWV/OTS