Windpark Zurndorf: Größtes Windkraftwerk Österreichs offiziell eröffnet

Erste Ergebnisse übertreffen alle Erwartungen - Erweiterung mit größter Windkraft-Einzelanlage Österreichs - Burgenland beim Einsatz alternativer Energieträger führend

Eisenstadt (OTS) - Der Spatenstich für den Windpark Zurndorf erfolgte am 30. Juni 1997. Mitte Dezember 1997 nahm der Windpark mit sechs Windkraftanlagen mit einer Einzelleistung von je 500 Kilowatt (gesamt 3 Megawatt) den Probebetrieb auf. Nun wurde der Windpark offiziell eröffnet. Fix ist bereits seine Erweiterung: Derzeit wird auf dem Windparkgelände Österreichs die größte Windkraft-Einzelanlage (Leistung 1,5 Megawatt) errichtet. Die Gesamtleistung des Zurndorfer Windparks erhöht sich damit auf 4,5 Megawatt. In Summe sollen im Jahr in Zurndorf rund 8,6 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt und ins BEWAG-Netz gespeist werden. Das wird einer CO2-Reduktion von über 6.000 Tonnen im Jahr entsprechen.

1. Ausbaustufe - Energieprojekt Zurndorf GmbH

Die ersten 6 Windkraftanlagen hat die 'Energieprojekt Zurndorf GmbH errichtet'. Beteiligt sind daran Infratech, eine Planungs- und Controllingfirma mit Sitz in Eisenstadt, die BEWAG, die OMV-Cogeneration und Dr. Werner Prikopil. Geschäftsführer sind Ing. Johannes Horvath und Mag. Günter Nemeth (beide BEWAG).

2. Ausbaustufe - Pilotprojekt von Verbund

Mit namhaften Unternehmen (OMV, KELAG, ABB) beteiligt sich der Verbund im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes an der Entwicklung der größten in Österreich situierten Windkraft-Einzelanlage (Leistung 1,5 MW). Hersteller ist das Kärntner Unternehmen Windtec. Durch Messungen des flukturierenden Leistungs- und Energieangebotes wird die Tauglichkeit der Anlage im Binnenland für die Einspeisung des Stroms ins Netz erprobt. "Zusammen mit unseren Partnern wollen wir mit diesem Forschungsprojekt eine innovative Technologie erproben und unsere Kompetenz bei der Planung und Errichtung von Windkraftanlagen festigen", begründet Verbund-Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Dr. Herbert Schröfelbauer das Engagement seines Unternehmens.

"Die OMV sieht die Beteiligung an diesem Windkraft-Projekt als wichtigen Schritt, um erneuerbaren Energieformen einen angemessenen Stellenwert in der Energielandschaft einzuräumen", erläutert OMV Generaldirektor-Stv. Dr. Walter Hatak die Beteiligung an der Windtec-Anlage.

Überzeugende Ergebnisse

Der Probebetrieb der ersten sechs Windkraftanlagen weist den Raum Zurndorf als eine der windergiebigsten Gegenden Österreichs aus. Die Betreibsergebnisse liegen deutlich über den Erwartungen der Betreiber. Bedingt durch die außergewöhnlichen Windverhältnisse (erstes Halbjahr 1998) konnten mit den sechs Anlagen rund 4,2 Mio. kWh an elektrischer Energie erzeugt werden, womit die Planwerte deutlich überschritten wurden.

Investitionen

Die Investitionen der ersten Ausbaustufe betragen rund S 53 Mio. Investitionsförderungen erfolgten durch die Österreichische Kommunalkredit-AG sowie durch eine Ziel-1-Förderung. Der Einspeisetarif erfolgt auf Basis der Verordnung des Landeshauptmannes vom Burgenland.

BEWAG-Generaldirektor Werner Kasztler: "Eine Subventionierung über unsere Stromtarife wird nicht erfolgen". Kasztler würdigt auch den Einsatz des Zurndorfer Bürgermeisters Rudolf Suchy, der sich schon sehr früh für den Windpark-Standort in seiner Gemeinde eingesetzt hat.

Umweltaspekte, Burgenland führend

Ein wichtiges Argument für die BEWAG, sie hat die Realisierung des Windprojektes ermöglicht, sind Umweltaspekte. "Das Burgenland und die BEWAG geben ein deutliches Signal für effiziente Energienutzung und für den Einsatz erneuerbarer Energieträger". Auch bei der Wärmepumpen-Anwendung hat das Burgenland, dank BEWAG-Förderung, österreichweit die Führung übernommen.

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PR-Referent Heinz Vegh, Tel.: 02682/603-265

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