ARBÖ: Trotz EU-Vorsitz Österreichs liegen Spritpreise weit über dem EU-Niveau

"Stunde der Wahrheit" für die Mineralölwirtschaft kommt

Wien (ARBÖ) - Kurz vor der erstmaligen Übernahme der EU-Präsidentschaft durch Österreich forderte der ARBÖ am Mittwoch die Mineralölwirtschaft auf, den "verfahrenen Karren der Spritpreise endlich aus der Sackgasse herauszumanövrieren und die österreichischen Nettopreise an das EU-Niveau anzupassen".

"Jetzt kommt für die Mineralölwirtschaft die Stunde der Wahrheit, jetzt muß sie beweisen, daß sie die Zusagen des sogenannten Benzinpreisgipfels vom April einhält", erklärte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar. Derzeit liegen die um Steuern und Abgaben bereinigten Nettopreise in Österreich um etwa 80 Groschen pro Liter über dem EU-Durchschnitt.

Als sofortige Maßnahme fordert der ARBÖ eine Preissenkung von 30 Groschen pro Liter. Diese Senkung wird auch durch die Rohölpreise begründet, die sich auf dem tiefsten Stand seit zwölf Jahren befinden. OPEC-Öl kostet knapp über 10 Dollar pro Barrel -etwa drei Dollar weniger als zu Jahresbeginn. Gegenüber dem durchschnittlichen Preis des Jahres 1997 ist Rohöl derzeit sogar
um rund die Hälfte billiger.

Wie eine aktuelle Recherche der ARBÖ-Spritpreisbörse gezeigt hat, gehen die Preise an den Tankstellen kaum oder nur zögerlich mit. "Die Mineralölkonzerne geben die stark sinkenden Rohölpreise nicht an die Konsumenten weiter", kritisierte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar, "der EU-Vorsitz Österreichs sollte für die Mineralölwirtschaft nun wirklich Anlaß sein, ihre Preispolitik grundlegend zu überdenken."

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