• 17.06.1998, 11:39:06
  • /
  • OTS0154

ARBÖ: Trotz EU-Vorsitz Österreichs liegen Spritpreise weit über dem EU-Niveau

"Stunde der Wahrheit" für die Mineralölwirtschaft kommt

Wien (ARBÖ) - Kurz vor der erstmaligen Übernahme der EU-
Präsidentschaft durch Österreich forderte der ARBÖ am Mittwoch die
Mineralölwirtschaft auf, den "verfahrenen Karren der Spritpreise
endlich aus der Sackgasse herauszumanövrieren und die
österreichischen Nettopreise an das EU-Niveau anzupassen".

"Jetzt kommt für die Mineralölwirtschaft die Stunde der
Wahrheit, jetzt muß sie beweisen, daß sie die Zusagen des
sogenannten Benzinpreisgipfels vom April einhält", erklärte ARBÖ-
Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar. Derzeit liegen die um Steuern
und Abgaben bereinigten Nettopreise in Österreich um etwa 80
Groschen pro Liter über dem EU-Durchschnitt.

Als sofortige Maßnahme fordert der ARBÖ eine Preissenkung von
30 Groschen pro Liter. Diese Senkung wird auch durch die
Rohölpreise begründet, die sich auf dem tiefsten Stand seit zwölf
Jahren befinden. OPEC-Öl kostet knapp über 10 Dollar pro Barrel -
etwa drei Dollar weniger als zu Jahresbeginn. Gegenüber dem
durchschnittlichen Preis des Jahres 1997 ist Rohöl derzeit sogar
um rund die Hälfte billiger.

Wie eine aktuelle Recherche der ARBÖ-Spritpreisbörse gezeigt
hat, gehen die Preise an den Tankstellen kaum oder nur zögerlich
mit. "Die Mineralölkonzerne geben die stark sinkenden Rohölpreise
nicht an die Konsumenten weiter", kritisierte ARBÖ-Generalsekretär
Dr. Hellar, "der EU-Vorsitz Österreichs sollte für die
Mineralölwirtschaft nun wirklich Anlaß sein, ihre Preispolitik
grundlegend zu überdenken."

Rückfragehinweis: ARBÖ Presse

(01) 891 21/244 oder 280
e-mail: presse@arboe.or.at

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel