Weinbauschule Gumpoldskirchen geht neue Wege

"Heurigenehe" mit zehn örtlichen Weinbaubetrieben als neuer Trumpf

St. Pölten (NLK) - "Vor wenigen Jahren noch existenziell gefährdet, heute auf neuen, erfolgversprechenden Wegen. Die Weinbauschule Gumpoldskirchen hat mit neuen Zielrichtungen ihre Existenz aufs neue gesichert", erklärte heute nachmittag Landesrat Franz Blochberger beim 100-Jahr-Jubiläum der Weinbauschule Gumpoldskirchen im Rahmen der Eröffnung des Schulheurigen. "Die Schule hat sich nach Versuchen in anderer Richtung wieder auf ihre Wurzeln besonnen und tat sich mt 10 örtlichen Hauerbetrieben zusammen, die an 200 Tagen im Jahr in der Schule ihren Heurigen Wein ausschenken werden. Das Land hat für den Ausbau eines Heurigenlokals im Schulgebäude drei Millioinen Schilling bereitgestellt", berichtete Blochberger.

Die Schule kann sich jetzt noch auf weitere Schwerpunkte stützen:
die Geschäftsstelle der "Zierfandlerwelt" wird hier einziehen, eine Plattform von rund 100 Weinbaubetrieben aus Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Traiskirchen und Baden zur Vermarktung der alten bodenständigen Weinsorte Zierfandler, ferner wird ein Weintourismus-Informationscenter eingerichtet.

Die Schule will daran auch ein stärkeres Unterrichtsangebot knüpfen. Im Modulsystem kann jeder seine persönlichen Ausbildungswünsche verwirklichen. Acht fachbezogene Projektwochen und Praxis im In- und Ausland sind vorgesehen. Die Schiene "Pferdeschule", die mit einer Tullnerbacher Schule gemeinsam verfolgt wurde, wird auf eine einfache Grundausbildung mit Pferden beschränkt, der Weinbau steht wiederum im Vordergrund. Die Verbindung zu den regionstypischen Weinbaubetrieben wird intensiviert.

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