Löchriger Datenschutz: Die meisten Antiviren-Programme sind blind für die gefährlichen "Trojanischen Pferde"

München (ots) - Wer mit seinem Computer ins Internet geht, riskiert, daß er ungewollt private Daten preisgibt. Besonders gefährlich sind sogenannte "Trojanische Pferde", die sich als scheinbar nützliche Programme tarnen und beispielsweise Unbefugten ermöglichen, über das Internet auf den heimischen PC zuzugreifen. Große Aufmerksamkeit erregte jüngst ein 16jähriger Schüler, der den Online-Dienst T-Online mit einem Trojanischen Pferd düpierte. In trügerischer Sicherheit wiegen sich Anwender von Antiviren-Software. Doch dieser Schutz ist überaus löchrig, warnt das Computermagazin CHIP: Zwar suchen alle Antiviren-Programme nach Trojanischen Pferden, aber nur wenige finden sie.

Der Test in der aktuellen CHIP-Ausgabe (erhältlich ab 15. Juni) brachte eine böse Überraschung: Die meisten Antiviren-Programme bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Von über 300 leicht erhältlichen Trojanischen Pferden wurden in vielen Fällen weniger als 20 Prozent erkannt. Enttäuschend ist für Chefredakteur Rainer Grabowski vor allem, daß ausgerechnet einige der meistverkauften Antivirus-Programme den Trojanischen Pferden ungehindert Einlaß gewähren: AVP erkannte nur die Hälfte, die Umsatzrenner McAfee und Norton Antivirus sogar nur rund 16 bzw. rund zwölf Prozent der Trojanischen Pferde. Respektable Werte erreichten im CHIP-Test nur Frisk F-Prot (93 Prozent Erkennungsrate) und Dr. Solomon's Anti-Virus-Toolkit (84 Prozent).

Neue Herausforderungen warten auf die Antiviren-Programme unterdessen auch in ihrem klassischen Arbeitsgebiet: Die Schwelle von 20.000 bekannten Viren und sonstigen schädlichen Programmen wurde soeben überschritten. Von Bedeutung ist diese Zahl allerdings vornehmlich für Sammler, die jedes erreichbare Exemplar in "Viren-Zoos" hüten. "Nur etwa 200 Viren treiben weltweit tatsächlich ihr Unwesen auf Rechnern", erläutert der CHIP-Chefredakteur. "Darunter sind mittlerweile überdurchschnittlich viele der in Office-Dokumenten versteckten Makroviren."

Hinweis: Eine Grafik mit den kompletten Resultaten zum CHIP-Test finden Sie im Internet unter www.vibrio.de/chip

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