Garny AG: Garny mit neuer Struktur

Mörfelden-Walldorf/Hessen (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Der Aufsichtsrat der Garny AG hat in seiner Sitzung am 29.5.1998 tiefgreifenden Veränderungen der Gruppen-Struktur zugestimmt, die der Hauptversammlung am 24.7.1998 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die seit langem verlustbringende Tochtergesellschaft Garny Sicherheitstechnik GmbH, die im Geschäftsjahr 97/98 mit einem Aussenumsatz von 59 Mio DM noch 22% des Gruppenumsatzes gestellt hat, soll mit Wirkung ab dem 1.4.1998 einschließlich der Namens und Markenrechte "Garny" an die Rosengrens-Gruppe, eine Tochtergesellschaft der schwedischen Gunnebo-Gruppe, Göteborg, verkauft werden. Gunnebo ist mit Rosengrens international auf Sicherheitstechnik fokussiert und erarbeitet weltweit mit rund 3.200 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet etwa 850 Mio DM.

Die Garny AG hat für den erwarteten Abgangsverlust von rund 7,7 Mio DM im Abschluss zum 31.3.1998, über den bereits Anfang Mai 1998 berichtet wurde, mit einer Wertberichtigung in Höhe von 7,0 Mio DM weitgehend vorgesorgt. Die De La Rue Garny GmbH soll zusammen mit der plan object GmbH, mit der sie praktisch eine strategische Einheit bildet, von der Garny AG an ihren Mehrheitsgesellschafter, die De La Rue Systems GmbH, verkauft werden, um den Fortbestand der Gesellschaften und der damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Der von De La Rue Systems GmbH für beide Gesellschaften zu zahlende Kaufpreis soll rund 41,7 Mio DM betragen und ist von Price Waterhouse aufgrund eines Ertragswertgutachtens berechnet worden, damit ein marktgerechtes Entgeld für die Gesellschaft sichergestellt ist. In der Garny AG fällt daraus ein Buchgewinn von rund 35,9 Mio DM an, der infolge von Verlustvorträgen keine steuerliche Belastung bringt. Aus heutiger Sicht ist beabsichtigt, im nächsten Jahr eine Sonderausschüttung vorzunehmen.

Die Garny AG soll unter entsprechender Namensänderung als Immobilienverwaltungsgesellschaft fortgeführt werden und ihre Liegenschaften langfristig an die bisherigen Nutzer vermieten. Die Verkaufsverträge und die notwendigen Satzungsänderungen werden der kommenden Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Vertrag mit der Rosengrens-Gruppe muß auch noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Der Vorstand wird das Gesamtkonzept in der Bilanzpressekonferenz am 3.6.1998 ausführlich darstellen.

Ende der Mitteilung
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/06