Fuchs-Richter Erik Nauta erhebt in einem internen Brief schwere Vorwürfe gegen das Innenministerium

Gratzer Justiz wirft den Behörden vor, "Amtsverschwiegenheit und Unschuldsvermutung" gebrochen zu haben - Vorausmeldung zu NEWS NR. 22/ 28.Mai 1998

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, erhebt der Grazer Untersuchungsrichter Erik Nauta in der Causa Franz Fuchs schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden. In einem vertraulichen Brief, der NEWS exklusiv vorliegt, kritisiert Nauta die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium.

Nauta wörtlich an die Adresse des Generaldirektors für öffentliche Sicherheit, Michael Sika: "Ich wurde vom Innenministerium fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Das ist für mich der Schlußstrich in einer Reihe von tiefen menschlichen Enttäuschungen".

Nautas Ärger richtet sich gegen Minister Schlögl, der seiner Meinung nach durch die Parlamentsrede zum "Abschlußbericht" in der Causa Fuchs "Amtsverschwiegenheit und Unschuldsvermutung" gebrochen habe. Dafür, so Nauta, könne er "keine Verantwortung übernehmen, da es meiner gesetzlichen Verpflichtung zur Wahrung der Objektivität widerspricht, den Beschuldigten Franz Fuchs in der Öffentlichkeit so offensichtlich als Einzeltäter hinzustellen und dabei sogar von Sachbeweisen zu sprechen".

Rückfragen & Kontakt:

NEWS Chefredaktion

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS