- 19.05.1998, 12:12:19
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FP-Schimanek: NÖ soll tschechischen und slowakischen Atomkraft-Gegnern finanziell helfen - Unser Leben und das unserer Kinder ist in höchster Gefahr!
Wien (OTS) - Für eine rasche Unterstützung der slowakischen
Mochovce-Gegner sprach sich heute erneut der freiheitliche
Landesobmann Hans Jörg Schimanek aus: "Wir in Österreich können nur
bewirken, daß die Bevölkerung vor Ort finanzielle Hilfe erhält, um
ihre Aktivitäten gegen das Schrott-Kraftwerk Mochovce zu verstärken!"
Eine Änderung der dortigen Atompolitik könne nur durch ein Anwachsen
der Bürgerinitiativen zu massiven und jeweils landesumfassenden
Bürgerinitiativen erreicht werden, ist der freiheitliche Politiker
überzeugt. Doch ohne Finanzhilfe aus Österreich und im besonderen aus
Niederösterreich wird eine solche Entwicklung kaum möglich sein. Zwei
entsprechende Anträge Schimaneks auf finanzielle Unterstützung der
Bürgerinitiativen in Tschechien und in der Slowakei wurden aber von
der NÖ Landesregierung mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ abgelehnt.
Begründung: Dies wäre eine Einmischung in innere Angelegenheiten
fremder Länder.
"Mir ist aber lieber, wegen dieser Einmischung kritisiert zu
werden, als unser Leben und das unserer Kinder dieser Gefahr
auszusetzen", erklärte Schimanek. Und daß das Volk tatsächlich etwas
zu bewirken imstande ist, zeigten nicht zuletzt die Österreicher, die
Zwentendorf zur Atomruine degradierten. Im Fall Mochovce sei es
bereits fünf vor zwölf, und er, Schimanek, würde sich nicht nur auf
das Verhandlungsgeschick der österreichischen Bundesregierung
verlassen.
Bei den tschechischen und slowakischen Atomkraftwerken handle es
sich eindeutig um veraltete Technik und Einrichtungen, die
Sicherheitsvorkehrungen wären höchst bedenklich, so Schimanek. Man
könne also einen Gau a la Tschernobyl nicht ausschließen. "Es ist
vielmehr unsere Pflicht, uns in die inneren Angelegenheiten eines
fremden Staates einzumischen. Und zwar im Interesse aller Menschen,
die von einem Reaktorunfall dieser Atomkraftwerke betroffen sein
könnten", schloß Schimanek. (W.H.)
Rückfragehinweis: LR Hans Jörg Schimanek
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