Verlag Norman Rentrop: Wachstum ungebremst / Mit 162 Mill. DM Jahresumsatz erzielt Verlagsgruppe 1997 ein neues Rekordergebnis / Sechs neue Dienste - Voller Ausbau des Internets

Bonn (ots) - Die Verlagsgruppe Norman Rentrop bleibt weiter auf Wachstumskurs. Mit einem Umsatz von 162 Mio. DM (nach aktienrechtlichen Kriterien konsolidierte Zahlen) erzielte das Unternehmen 1997 eine Umsatzsteigerung von elf Prozent. 1996 lag der Firmenumsatz des siebtgrößten deutschen Fach- und Wissenschaftsverlags bei 146 Mio. DM.

Den Hauptteil der Einnahmen erzielt der Rentrop-Verlag nach wie vor im expandierenden Stammgeschäft der publizistischen Beratung selbständiger Unternehmer mit Loseblatt-Zeitschriften, Fach- und Brancheninformationsdiensten sowie Wirtschaftsmagazinen: von der Gründung über Unternehmensaufbau, Finanzierung, Steuern, Werbung, Kommunikation bis hin zur PC-Pannenhilfe und Geldanlage. Im vergangenen Jahr wurden als jüngste Loseblatt-Zeitschriften der "Access-Berater" und "Erfolgreich überzeugen und präsentieren" sowie der Informationsdienst "Nebensjobs" aus der Taufe gehoben, in diesem Jahr der Informationsdienst "Kindergarten & Hort vertraulich".

Im zur Gruppe gehörenden Fachverlag für Informationsdienste (FID) erscheinen neu der Informationsdienst "Natur & Gesundheit" sowie der Investment-Newsletter "Zürich-Club". Die Integration des im vergangenen Jahr von der Ebner-Gruppe (Ulm) erworbenen wöchentlich erscheinenden Brancheninformationsdienstes "Kabel & Satellit" ist erfolgreich verlaufen, die Auflage steigt kräftig. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Periodika der Gruppe auf 57.

Als Marktführer für Franchise-Geber-Anzeigen konnte das Wirtschaftsmagazin "Chef" seine Position weiter ausbauen und das Anzeigengeschäft deutlich verbessern.

Die wichtigste verlegerische Aufgabe sieht Norman Rentrop nach wie vor darin, nach dem Grundsatz "Exzellente Beratung erschwinglich gemacht" Selbständigen und Unternehmern publizistische Beratung für zielgerichtetes Handeln zu geben.

Weiterhin setzt der Verlag auf Brancheninformationsdienste. Hier sieht Rentrop noch beträchtliches Wachstumspotential in Deutschland. "Gemessen an den USA mit ca. 20 000 Informationsdiensten ist der deutsche Markt mit rund 500 solcher Dienste noch lange nicht ausgereizt". Zur Zeit werden im Verlag rund 30 potentielle neue Projekte geprüft.

Insgesamt verfolgt die Verlagsgruppe fünf Wachstumsstrategien:

1. Ausbau der Beratungs-Loseblatt-Zeitschriften für Selbständige und Unternehmer

2. Ausbau der Brancheninformationsdienste

3. Ausbau der Auftragsdienste, wie den Idsteiner Baufachverlag ADI (Auftragsdienst der Deutschen Industrie)

4. Internationalisierung: Insgesamt gibt es bereits in sieben Ländern Partnerverlage. Die Verlagsinteressen speziell in Osteuropa werden weiter ausgebaut. Im Oktober 1997 beteiligte sich Rentrop mit 50 Prozent am polnischen WiP Verlag (Wiedza i Praktyka) in Warschau, der Steuer- und Personal- Loseblattwerke für Unternehmer herausbringt. In Rumänien ist Rentrop bereits an Rentrop & Straton beteiligt. In der Türkei wird mit Dünya kooperiert. In weiteren Ländern werden Partner gesucht.

5. Ausbau der Digest Dienste, wie der "Trendletter", der Zukunftsentwicklungen prägnant zusammenfaßt.

Groß schreibt man im Rentrop-Verlag das Wort "Service" gegenüber den Kunden. Der Verleger weist in diesem Zusammenhang auf die Verlagseinrichtung "Fax on demand" zum normalen Telefontarif hin. Jeder Kunde kann zum Beispiel von dem "Sozialversicherungs-Berater" 24 Stunden lang jede gewünschte Detail-Information (wie Urteile im Volltext) abrufen.

Beim Internet setzt Rentrop auf die Strategie des "schnellen Zweiten". Nachdem jetzt absehbar ist, welche Internet-Angebote der Kunde annimmt und für welche er bereit ist zu zahlen, baut Rentrop die Internet-Angebote voll aus. Für jedermann gibt es unter rentrop.com (http://www.rentrop.com) kostenlos das Verlagsprogramm, Pressemitteilungen, Stellenangebote zum Schnuppern. Für Abonnenten bieten Webseiten wie zitate.com (http://www.zitate.com) und kabelundsatellit.de (http://www.kabelundsatellit.de) Nutzen gegen Paßword. "So erhält der Abonnent die Informationen in jedem von ihm gewünschten Medium: Auf Papier, per Fax, auf CD ROM oder online per Internet." erläutert Rentrop.

Intern setzt Rentrop immer stärker auf Weiterbildung als wichtiges Instrument der Mitarbeiterentwicklung. Jeder Mitarbeiter erhält ein extra Monatsgehalt pro Jahr, zweckgebunden für Weiterbildung, über das er im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten frei verfügen kann.

Die weltweite Verflechtung des Verlages schafft zudem die Möglichkeit, daß jüngere Mitarbeiter zum Austausch ins Ausland geschickt werden, um dort Erfahrungen zu sammeln. "Wir brauchen die Globalisierung in den Köpfen". Mit diesem Satz erläutert Helmut Graf, Mitglied der Gesamtverlagsleitung, das Ausbildungsprinzip der Verlagsgruppe. Der Euro im Kopf sei wichtiger als der Euro in der Brieftasche.

Seine Ausbildungs-Offensive setzt der Verlag mit rund 30 Auszubildenden und 12 Volontären fort. Insgesamt beschäftigt der Verlag in Bonn-Bad Godesberg 220 (Vorjahr 200) Mitarbeiter und weltweit 600 (Vorjahr auch 600).

Bei seinem ersten Venture Capital Engagement im Verlagsbereich, der führenden irischen Wirtschaftszeitung Sunday Business Post, sieht der Verlag seine Ziele als voll erreicht an. Norman Rentrop: "Wir haben 1993 das aus Verlagsleiterin, Chefredakteur und stellvertretender Chefredakteurin bestehende Managerteam mit Risikokapital unterstützt. Aufgrund der sehr erfreulichen Entwicklung der Zeitung hat dann ein englischer Zeitungskonzern ein Übernahmeangebot unterbreitet, dem wir uns angeschlossen haben. Die dadurch jetzt freigewordenen Mittel ermöglichen uns die Förderung weiterer Venture Capital Projekte im Verlags- und Internet-Bereich".

ots Originaltext: Verlag Norman Rentrop
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