OeNB-OeNB setzt verstärkt auf Informationsarbeit in Schulen

Hohe Akzeptanz für neuen Schulkoffer "Geld & Währung"

Wien (OTS) - Wie OeNB-Generaldirektor Adolf Wala bei einer Pressekonferenz der Euro-Initiative der Bundesregierung in der Handelsakademie "Vienna Business School" aus Anlaß der Präsentation der Broschüre "Der Euro kommt" bekanntgab, wird sich die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in Zukunft verstärkt bei der Informationsarbeit in Schulen engagieren. In den Oberstufen wachse, so Wala, eine "Euro-Generation" heran, die ihren beruflichen Weg zugleich mit der neuen Währung beginnen werde. Daher müsse es die Aufgabe der Oesterreichischen Nationalbank sein, die währungspolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank vor dem Hintergrund der österreichischen Rahmenbedingungen vor allem auch in Schulen zu "übersetzen".

Im Hinblick auf die bevorstehende Währungsunion und die Einführung des Euro hat die OeNB ein umfangreiches Unterrichtspaket für den Gebrauch in AHS, Hauptschulen und berufsbildenden Schulen herausgebracht. Kernstück des Schulkoffers "Geld & Währung" sind die speziell für den Unterricht konzipierten Broschüren "Geld", "Finanzwesen", "Die Oesterreichische Nationalbank" sowie "Wirtschafts- und Währungsunion", die ein umfassendes Bild über die Funktionen von Geld und Währung, die einzelnen Schritte der Währungsunion und die Aufgaben einer Notenbank geben.

Neben einem handlichen Glossar mit gängigen Begriffen der Geld-und Währungspolitik und weiterem Informationsmaterial zur Verteilung an die Schüler enthält der Koffer auch Hintergrundmaterial für die Lehrkräfte, eine CD-ROM "Notenbank & Währung", die Einblicke in die Tätigkeit der OeNB und ins Geldwesen bietet sowie ein Video "Das Geld von morgen" - die schulgerecht adaptierte Fassung der gleichnamigen, von der OeNB produzierten und vom ORF ausgestrahlten dreiteiligen Fernsehserie. In dreimal 15 Minuten werden die neue europäische Währung ("Wenn der Euro kommt"), das Geld der Zukunft ("Chip statt Banknote") und die Psychologie des Geldes ("Geld oder Leben") in anschaulicher Weise beleuchtet.

Musterkoffer wurden an etwa 1.800 Schulen verschickt und die Möglichkeit für die Bestellung weiterer angeboten. Die Akzeptanz der Schulen war erfreulich hoch: Bereits 600 Schulen haben die OeNB-Lehrbehelfe bisher nachbestellt. Alle Materialien werden den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die einzelnen Materialien können von den Lehrkräften je nach Schulstufe, Bedarf und technischer Ausrüstung der Schule flexibel bestellt und dadurch zielgerichtet eingesetzt werden. Die im OeNB-Schulkoffer enthaltenen Materialien ermöglichen den Lehrkräften, fundiert auf ein aktuelles Thema einzugehen, mit dem die Schülerinnen und Schüler auch im Alltag konfrontiert sind.

Die Notenbank ist bereits seit vielen Jahren mit Schulprogrammen aktiv. So wurden im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft in ganz Österreich über 30 Fortbildungsseminare zum Thema WWU veranstaltet, an denen insgesamt 2.500 Lehrkräfte teilgenommen haben.

Im Rahmen des Schülerservice, das die OeNB gemeinsam mit dem Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum durchführt, gab es 1997 im OeNB-Hauptgebäude 126 Vorträge und Führungen für etwa 3.900 Besucher -darunter über 2.000 Schüler.

Ebenfalls gemeinsam mit dem Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum wird bereits seit vielen Jahren eine Wanderausstellung für Schulen mit dem Titel "Die österreichische Währungspolitik - Voraussetzung für Stabilität und Europareife" durchgeführt. Im Rahmen der beiden parallel laufenden Ausstellungen wurden im Zeitraum Jänner bis Dezember 1997 insgesamt 815 Vorträge in AHS und BHS mit rund 16.000 Teilnehmern gehalten.

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