International Duty Free Confederation

Laut neuem Bericht wird die Abschaffung des Duty Free die europäischen Steuerzahler treffen

Wien (OTS) - Ein heute veröffentlichter Bericht zeigt, daß die geplante Abschaffung des zollfreien Verkaufs innerhalb der EU mit immensen Kosten verbunden sein wird, die Europa nicht aufbringen kann. Der Bericht fügt hinzu, daß das Potential zur Schaffung Tausender neuer Arbeitsplätze vernichtet wird. Autor des Berichts ist das 'Centre for Economics and Business Research Ltd.', eines der führenden unabhängigen Wirtschaftsforschungsunternehmen in Europa.

Hier die wichtigsten Ergebnisse des Berichts:

* 25 000 neue Arbeitsplätze im Duty Free, in Produktion und Tourismus könnten bis zum Jahre 2005 geschaffen werden, wenn die EU-internen Duty Free-Shops erhalten blieben.

* 112 000 bis 147 000 Arbeitsplätze gingen verloren, wenn die EU-internen Duty Free-Shops abgeschafft würden.

* Laut den eigenen Zahlen der Europäischen Kommission würde der Ersatz der verlorenen Arbeitsplätze durch EU-Strukturfonds 70 000 bis 140 000 ECU pro Arbeitsplatz kosten (Siehe 'Hinweis für Redakteure' unten).

* Sollten die bedrohten Arbeitsplätze durch Mittel aus EU-Strukturfonds ersetzt werden, würde dies mindestens 7 % des 5-Jahres-Haushalts der Strukturfonds ausmachen.

Der Autor des Berichts, Professor Douglas Mc Williams (Leiter des 'Centre for Economics and Business Research') sagte: "Es wird bereits darauf gedrängt, die Finanzierung der Strukturfonds zu kürzen und bestimmte Ausgaben für andere Bereiche zu verwenden, zum Beispiel die Beitrittskandidaten. Es kann somit nicht davon ausgegangen werden, daß Finanzmittel für den Ersatz dieser Arbeitsplätze verfügbar sein werden."

Brenda O'Brien, stellvertretende Generalsekretärin der FST (Verband der Verkehrsgewerkschaften in der Europäischen Union) fügte hinzu: "Die Sitzung des Eco-Fin-Rates am 19. Mai ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für die EU, eine wirklich positive Botschaft zu verkünden. Wenn die Finanzminister ihre Arbeit ernst nehmen, werden sie zumindest entscheiden, eine Studie über die Auswirkungen der Abschaffung von Duty Free durchzuführen.

Die Erstellung dieser Studie wäre ein Sieg von Demokratie und gesundem Menschenverstand. Verkehrsminister, nationale Parlamente und das Europäische Parlament haben sich einhellig für eine solche Studie ausgesprochen. Der Erhalt von Duty Free wäre ein Zeichen der Flexibilität, eine Stütze des europäischen Aufbaus und ein Beweis dafür, daß die EU in vernünftiger Weise auf die wirklichen Bedürfnisse Europas reagiert."

David Zimmer, Generalsekretär der IDFC (International Duty Free Confederation), sagte: "Der heute veröffentlichte Bericht zeigt deutlich, daß die Vorschläge der Kommission zum Einsatz öffentlicher Mittel für den Ersatz der Arbeitsplätze im Duty Free-Bereich die europäischen Steuerzahler massiv belasten würden. Diese Option ist einfach nicht durchführbar. Hier handelt es sich um einen der Grüdne, warum wir politisch entscheidende Durchbrüche erzielen konnten. Vor kurzem wurde uns bestätigt, daß die deutsche und die französische Regierung entschlossen seien, die Duty Free-Diskussion erneut zu eröffnen und die Forderung des Rates der Verkehrsminister und des Europäischen Parlaments nach einer genauen Überprüfung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Abschaffung zu unterstützen."

Hinweis für Redakteure:

Die Quelle für die Zahlen der Kosten pro Arbeitsplatz ist: Erster Bericht über wirtschaftliche und soziale Kohäsion (oder 'Kohäsionsbericht'), veröffentlicht von der Europäischen Kommission im November 1996. Dies ist die jüngste Quelle offizieller Schätzungen für Struktur- und Kohäsionsfonds.

Contacts:

John Hume (IDFC, Brussels) Brenda O'Brien (FST, Brussels) Tel.: (+32)(0)2 - 230.09.49 Tel.: (+32)(0)2 - 285.46.60
GSM: (+32)(0)75.89.73.88

IDFC Secretariat FST
Rue Belliard 205 Rue de Pascale 22
B-1040 Brussels B-1040 Brussels

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Hochegger Kommunikation
Mag. Dietmar Trummer
Tel.: 01/5054701

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS