- 18.05.1998, 15:45:10
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- OTS0181
International Duty Free Confederation
Laut neuem Bericht wird die Abschaffung des Duty Free die europäischen Steuerzahler treffen
Wien (OTS) - Ein heute veröffentlichter Bericht zeigt, daß die
geplante Abschaffung des zollfreien Verkaufs innerhalb der EU mit
immensen Kosten verbunden sein wird, die Europa nicht aufbringen
kann. Der Bericht fügt hinzu, daß das Potential zur Schaffung
Tausender neuer Arbeitsplätze vernichtet wird. Autor des Berichts ist
das 'Centre for Economics and Business Research Ltd.', eines der
führenden unabhängigen Wirtschaftsforschungsunternehmen in Europa.
Hier die wichtigsten Ergebnisse des Berichts:
* 25 000 neue Arbeitsplätze im Duty Free, in Produktion und
Tourismus könnten bis zum Jahre 2005 geschaffen werden, wenn die
EU-internen Duty Free-Shops erhalten blieben.
* 112 000 bis 147 000 Arbeitsplätze gingen verloren, wenn die
EU-internen Duty Free-Shops abgeschafft würden.
* Laut den eigenen Zahlen der Europäischen Kommission würde der
Ersatz der verlorenen Arbeitsplätze durch EU-Strukturfonds 70 000 bis
140 000 ECU pro Arbeitsplatz kosten (Siehe 'Hinweis für Redakteure'
unten).
* Sollten die bedrohten Arbeitsplätze durch Mittel aus
EU-Strukturfonds ersetzt werden, würde dies mindestens 7 % des
5-Jahres-Haushalts der Strukturfonds ausmachen.
Der Autor des Berichts, Professor Douglas Mc Williams (Leiter des
'Centre for Economics and Business Research') sagte: "Es wird bereits
darauf gedrängt, die Finanzierung der Strukturfonds zu kürzen und
bestimmte Ausgaben für andere Bereiche zu verwenden, zum Beispiel die
Beitrittskandidaten. Es kann somit nicht davon ausgegangen werden,
daß Finanzmittel für den Ersatz dieser Arbeitsplätze verfügbar sein
werden."
Brenda O'Brien, stellvertretende Generalsekretärin der FST
(Verband der Verkehrsgewerkschaften in der Europäischen Union) fügte
hinzu: "Die Sitzung des Eco-Fin-Rates am 19. Mai ist eine
ausgezeichnete Gelegenheit für die EU, eine wirklich positive
Botschaft zu verkünden. Wenn die Finanzminister ihre Arbeit ernst
nehmen, werden sie zumindest entscheiden, eine Studie über die
Auswirkungen der Abschaffung von Duty Free durchzuführen.
Die Erstellung dieser Studie wäre ein Sieg von Demokratie und
gesundem Menschenverstand. Verkehrsminister, nationale Parlamente und
das Europäische Parlament haben sich einhellig für eine solche Studie
ausgesprochen. Der Erhalt von Duty Free wäre ein Zeichen der
Flexibilität, eine Stütze des europäischen Aufbaus und ein Beweis
dafür, daß die EU in vernünftiger Weise auf die wirklichen
Bedürfnisse Europas reagiert."
David Zimmer, Generalsekretär der IDFC (International Duty Free
Confederation), sagte: "Der heute veröffentlichte Bericht zeigt
deutlich, daß die Vorschläge der Kommission zum Einsatz öffentlicher
Mittel für den Ersatz der Arbeitsplätze im Duty Free-Bereich die
europäischen Steuerzahler massiv belasten würden. Diese Option ist
einfach nicht durchführbar. Hier handelt es sich um einen der Grüdne,
warum wir politisch entscheidende Durchbrüche erzielen konnten. Vor
kurzem wurde uns bestätigt, daß die deutsche und die französische
Regierung entschlossen seien, die Duty Free-Diskussion erneut zu
eröffnen und die Forderung des Rates der Verkehrsminister und des
Europäischen Parlaments nach einer genauen Überprüfung der sozialen
und wirtschaftlichen Auswirkungen der Abschaffung zu unterstützen."
Hinweis für Redakteure:
Die Quelle für die Zahlen der Kosten pro Arbeitsplatz ist: Erster
Bericht über wirtschaftliche und soziale Kohäsion (oder
'Kohäsionsbericht'), veröffentlicht von der Europäischen Kommission
im November 1996. Dies ist die jüngste Quelle offizieller Schätzungen
für Struktur- und Kohäsionsfonds.
Contacts:
John Hume (IDFC, Brussels) Brenda O'Brien (FST, Brussels)
Tel.: (+32)(0)2 - 230.09.49 Tel.: (+32)(0)2 - 285.46.60
GSM: (+32)(0)75.89.73.88
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