Außenhändler leisten maßgeblichen Beitrag zum Exporterfolg

Experten diskutieren am zweiten Außenhandels-Tag in Linz

Wien (PWK) - Bereits zum zweiten Mal fand in der Vorwoche in Linz der Tag des Außenhandels statt. Neben der Bedeutung der Export-, Import- und Transithandelsunternehmen für die Volkswirtschaft standen vor allem die Lage des österreichischen Außenhandels, die Osterweiterung, die gemeinsame Währung sowie Finanzierungsfragen im Mittelpunkt der Diskussion einer hochrangigen Expertengruppe. Einleitend verwies Landeshauptmannstellvertreter Christoph Leitl auf die besondere Bedeutung der österreichischen Exporte in die neuen Märkte Mittel- und Osteuropas und die Vorteile der Einführung einer gemeinsamen Währung für den österreichischen Außenhandel. ****

Der Leiter des Wirtschaftsforschungsinsitutes, Helmut Kramer, unterstrich den enormen Realzuwachs der österreichischen Exporte in den Jahren 1992 bis 1997 von 60 Prozent und bezeichnete die Exporte als Garant für die Fortsetzung der positiven Konjunkturentwicklung der Wirtschaft. Besonders erfreulich seien die starken Zuwachsraten im Außenhandel mit den mittel- und osteuropäischen Reformstaaten. Die Exporte in diese Region konnten in den letzten drei Jahren um etwa 40 Prozent pro Jahr gesteigert werden. Ebenso stiegen die Ausfuhren nach Nord- und Südamerika in diesem Zeitraum um insgesamt 53 Prozent.

Als Wegbereiter und Speerspitze der österreichischen Exportwirtschaft fungieren die großteils klein und mittelbetrieblich strukturierten Außenhandelsunternehmen, führte der Berater der Bundesregierung im Rahmen der Exportoffensive, Karl-Heinz Dernoscheg, aus. Trotzdem werde die Rolle und Bedeutung der Außenhändler für die Volkswirtschaft in der Öffentlichkeit nur sehr eingeschränkt wahrgenommen. Dies, so Dernoscheg, obwohl der Beitrag zu den Exporten etwa ein Drittel und der Anteil der Transithandelsgeschäfte an der aktiven Leistungsbilanz 1997 etwa öS 15 Milliarden betragen habe. Deshalb sei es unbedingt nötig, diese Leistungen durch entsprechendes statistisches Datenmaterial transparent zu machen.

Intensiv diskutiert wurden im Rahmen der Tagung auch Fragen der Risikoabsicherung und verschiedener Finanzierungsarten von Exportgeschäften. Die Teilnehmer wurden auch für rechtliche Fragen beim Import und Export vor allem im Bereich der Urheberrechte und des Markenschutzes sensibilisiert.

"Voraussetzung für einen weiteren Anstieg des Außenhandels ist eine intensive Zusammenführung der vorhandenen Kapazitäten von Industrie und Gewerbe mit dem Know-how erfahrener Außenhändler im Rahmen der Geschäftskontaktinitiative. Nur auf diese Weise können die Ziele der Exportoffensive der Bundesregierung erreicht werden. Weiters ist ein rascher Abschluß der begonnenen Beitrittsverhandlungen mit den Reformstaaten unbedingt notwendig", so Dernoscheg.

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