• 13.05.1998, 12:32:44
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Hintergrund des Gratzer-Rücktritts: Auch 12 Millionen FPÖ-Gelder weg

Vorausmeldung zu News 20/14.5.98 Auch Niederösterreichs Ex-FPÖ-Chef Bernhard Gratzer legte bei Rosenstingl an

Wien (OTS) - Der ehemalige FPÖ-Nationalrat und mutmaßliche
Betrüger Peter Rosenstingl hat auch seine eigene Partei schwer
geschädigt. Das berichtet News aufgrund bisher unbekannter Unterlagen
in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Im Gegensatz zu den
bisherigen Darstellungen der FPÖ funktionierte Rosenstingls
"Pyramidenspiel" auch mit dem aus Steuergeldern stammenden
FPÖ-Vermögen.

Am 15.7.97 überwies Niederösterreichs Parteichef Bernhard Gratzer
in seiner Funktion als Klubobmann im Landtag 6 Millionen Schilling
auf ein Konto von Rosenstingls Firma Omikron. Parallel zur
Überweisung gab es eine schriftliche Vereinbarung, in der "bei einem
Zinssatz von 10 Prozent per anno die Rückzahlung von 6.200.000
Schilling am 15. November 1997" vereinbart wurde.

Am 14.8. folgt eine zweite Überweisung aus der Landtags-Klubkasse.
Diesmal waren es 10 Millionen Schilling, die auf das Omikron-Konto -
zu den gleichen Bedingungen - gingen.

Tatsächlich erfolgte die Rückzahlung nur in vergleichsweise
kleinen Raten. Insgesamt erhielt die FPÖ von Rosenstingl nur ein
Viertel des eingezahlten Betrages, also 4 Millionen zurück. Die FPÖ
Niederösterreich hatte damit insgesamt 12 Millionen in den Sand
gesetzt. Das dürfte auch endgültig den Ausschlag für Gratzers gestern
erfolgten Rücktritt gegeben haben.

Rückfragehinweis: News Chefredaktion

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