Hintergrund des Gratzer-Rücktritts: Auch 12 Millionen FPÖ-Gelder weg

Vorausmeldung zu News 20/14.5.98 Auch Niederösterreichs Ex-FPÖ-Chef Bernhard Gratzer legte bei Rosenstingl an

Wien (OTS) - Der ehemalige FPÖ-Nationalrat und mutmaßliche Betrüger Peter Rosenstingl hat auch seine eigene Partei schwer geschädigt. Das berichtet News aufgrund bisher unbekannter Unterlagen in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Im Gegensatz zu den bisherigen Darstellungen der FPÖ funktionierte Rosenstingls "Pyramidenspiel" auch mit dem aus Steuergeldern stammenden FPÖ-Vermögen.

Am 15.7.97 überwies Niederösterreichs Parteichef Bernhard Gratzer in seiner Funktion als Klubobmann im Landtag 6 Millionen Schilling auf ein Konto von Rosenstingls Firma Omikron. Parallel zur Überweisung gab es eine schriftliche Vereinbarung, in der "bei einem Zinssatz von 10 Prozent per anno die Rückzahlung von 6.200.000 Schilling am 15. November 1997" vereinbart wurde.

Am 14.8. folgt eine zweite Überweisung aus der Landtags-Klubkasse. Diesmal waren es 10 Millionen Schilling, die auf das Omikron-Konto -zu den gleichen Bedingungen - gingen.

Tatsächlich erfolgte die Rückzahlung nur in vergleichsweise kleinen Raten. Insgesamt erhielt die FPÖ von Rosenstingl nur ein Viertel des eingezahlten Betrages, also 4 Millionen zurück. Die FPÖ Niederösterreich hatte damit insgesamt 12 Millionen in den Sand gesetzt. Das dürfte auch endgültig den Ausschlag für Gratzers gestern erfolgten Rücktritt gegeben haben.

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