Einzigartiges Radmuseum in Retz geplant

Seltene Exponate aus 170 Jahre Fahrradgeschichte

St.Pölten (NLK) - Den unermüdlichen Aktivitäten eines Retzer Mechanikermeisters ist es zu verdanken, daß die Stadt in
absehbarer Zeit ein einzigartiges Radmuseum bekommt. Friedrich
Hurtl hat in jahrelanger Kleinarbeit rund 50 Räder aus den letzten 170 Jahren erworben und restauriert. Da seine Sammlung - ergänzt durch Leihgaben - immer größer wurde, verfolgt Hurtl bereits seit Jahren die Idee eines eigenen Museums. Nach mehreren erfolglosen Anläufen hat der Radliebhaber nun ein passendes Haus aus dem 17. Jahrhundert im Retzer Stadtzentrum gefunden, das bei
entsprechender Adaptierung 270 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet. Zu klären ist noch die Finanzierung, über die die Stadtgemeinde entscheidet.

Erstmals stellte Hurtl, der auch einer der Organisatoren des "Weinviertler Radwegenetzes" ist, seine Räder bei der Eröffnung des Netzes im Jahr 1993 in Oberretzbach aus. Seither zählt die Radausstellung zum alljährlichen Fixpunkt des Retzer
Weinlesefestes im September. Neben seltenen Rädern finden sich in seiner Sammlung auch historische Urkunden, Medaillen, Berichte und Anekdoten wie beispielsweise über den 1894 gegründeten "Radfahrerclub Pulkautal".

Zu den Raritäten der Hurtl’schen Sammlung zählen unter anderem ein Laufrad aus Holz (Baujahr 1820), von dem es weltweit nur noch fünf Stück gibt. Neben rund 40 Rädern heimischer Produktion verfügt der Radliebhaber auch über seltene ausländische Einzelstücke.

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