Gewerbeverein: Arbeitnehmerschutz: Die Kosten zahlt immer der Arbeitgeber

Wien (OTS) - Wie eine tibetanische Gebetsmühle wiederholt sich ein Satz in der ArbeitnehmerInnen-Schutzbestimmungen: "Die Kosten zahlt der Arbeitgeber".

Beispiel: Brille

Es ist allgemein bekannt, daß sich die Nahsehleistung (Akkomodation) mit zunehmendem Alter reduziert. ("Die langen Hände beim Lesen eines Schriftstückes") Aber auch der Fernbereich wird nur mehr unscharf wahrgenommen.

Menschen zwischen 45 und 50 müssen damit rechnen, sich eine Brille zu kaufen, um ihr tägliches Leben sicher abzuwickeln.

Die ArbeitnehmerInnenschutzbestimmungen gehen davon aus, daß Brillen bis hin zu Multifokalgläsern (Kosten um die 6000,--) dem Bildschirmbereich zuzuordnen sind; und dann zahlt - siehe oben - der Arbeitgeber.

Jede Brille war auch bisher Arbeitsmittel - von der Sozialversicherung - allenfalls und fast immer zum Großteil vom Betroffenen bezahlt.

+ Kein Kurz - oder Weitsichtiger kann seinen Beruf ohne Brille ausüben.

+ Der sogenannte "Altersweitsichtige" hat bisher ebenso ohne Probleme seinen Kostenzuschuß der Krankenkasse für seine Lesebrille, welche er auch im Büro brauchte, erhalten.

+ Der Bildschirm gehört bereits zum täglichen Leben - es soll sogar welche in privaten Haushalten geben! - spezielles Arbeitsmittel ist er bestimmt nicht mehr.

+ Die Krankenversicherung entwickelt sich - auch Dank der Arbeitgeberbeiträge zu einer Bank mit angeschlossener kleiner Versicherungsabteilung: Aber es gilt der Stehsatz: "Die Kosten sind vom Arbeitgeber zu tragen".

Wie geht das alles so einfach durch, wenn doch Vertreter der Arbeitgeber bei der Gesetzeswerdung beteiligt sind, frägt sich der Österreichische Gewerbeverein?

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