ARBÖ: Bushaltestellen gelten nicht als Busspur

Wien (ARBÖ) - Immer wieder kommt es laut ARBÖ zu gefährlichen Situationen, wenn Kraftfahrer meinen, sie müssen den, durch Bodenmarkierungen gekennzeichneten Bushaltestellen ausweichen,
auch wenn kein Bus in der Station steht.

Durch Ausweichmanöver von Kraftfahrern vor solchen Bodenmarkierungen werden Autofahrer, die gerade überholen oder
sich in einer Abbiegespur einreihen wollen, immer wieder
gefährdet. Unfälle sind da oft die Folge.

"Doch die Bodenmarkierungen einer Bushaltestelle sind nicht mit einer Busspur zu verwechseln", warnt ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert. Während Busspuren - außer von Bussen und Taxis -nicht befahren werden dürfen, müssen markierte Bushaltestellen sogar befahren werden, wenn dies möglich ist, das heißt kein Autobus in der Haltestelle steht."

Dies hat auch der Oberste Gerichtshof in einer Entscheidung bestätigt. Aus der Begründung: Bei der durch eine Bodenmarkierung als Omnibushaltestelle gekennzeichneten Fläche handelt es sich um einen Teil der Fahrbahn, der entsprechend dem Rechtsfahrgebot der StVO auch zu benützen ist.

Daher der Tip der ARBÖ-Verkehrsjuristen:
Lassen Sie sich nicht von den Bodenmarkierungen einer
Bushaltestelle beirren und befahren Sie, wenn möglich, diesen Teil der Fahrbahn. Nur spezielle Busspuren dürfen nicht benützt werden.

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