- 24.04.1998, 11:10:12
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"Heimkehr": Analyse eines NS-Spielfilms
Gerald Trimmel stellt sein neues Buch im Wiener Metro-Kino vor
wien (OTS) - Der Film "Heimkehr" war einer der übelsten
Propagandafilme der NS-Zeit. Reichsminister Josef Goebbels verlieh
dem mit Paula Wessely und Attila Hörbiger als Hauptdarsteller
besetzen Werk das höchste Prädikat "Film der Nation" und pries
"Heimkehr" in seinen Tagebuchaufzeichnungen als Beweis für die
"ungebrochene Schaffenskraft des deutschen Volkes", das es verdiene,
Europa zu führen.
Gerald Trimmel, Filmhistoriker und Leiter des Zentrums Publishing und
Media Management der Donau-Universität Krems, analysiert in seinem
neuen Buch "Heimkehr" anhand verschiedener Drehbuchversionen und
einer Fülle unveröffentlichter Dokumente die Produktions- und
Rezeptionsgeschichte dieses rassistischen Films. Trimmel: "Das
Hauptziel des Filmes besteht darin, nicht nur den Haß gegen die
vermeintlichen ,fremdvölkischen' Verursacher des deutschen Martyriums
zu schüren, sondern deren restlose Eliminierung zum politischen
Bekenntnis zu erheben".
Das Buch wird am Sonntag, 26. April, im Rahmen einer Matinee im
Wiener Metro-Kino präsentiert. Einleitende Worte spricht der
Zeithistoriker und Gastprofessor der Donau-Uni, Gerhard Jagschitz.
Anschließend liest Elfriede Jelinek aus ihrem Stück "Burgtheater".
Beginn: 11 Uhr.
Heimkehr, Strategien eines nationalsozialistischen Films, Gerald
Trimmel, Werner Eichbauer Verlag Wien 1998, 398 Seiten, ATS 498,-,
ISBN 3-901699-06-6
Rückfragen: Doris Denk, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 02732 893 DW 2258,
Fax DW 4258, e-mail: [email protected]
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