"Heimkehr": Analyse eines NS-Spielfilms

Gerald Trimmel stellt sein neues Buch im Wiener Metro-Kino vor

wien (OTS) - Der Film "Heimkehr" war einer der übelsten Propagandafilme der NS-Zeit. Reichsminister Josef Goebbels verlieh dem mit Paula Wessely und Attila Hörbiger als Hauptdarsteller besetzen Werk das höchste Prädikat "Film der Nation" und pries "Heimkehr" in seinen Tagebuchaufzeichnungen als Beweis für die "ungebrochene Schaffenskraft des deutschen Volkes", das es verdiene, Europa zu führen.

Gerald Trimmel, Filmhistoriker und Leiter des Zentrums Publishing und Media Management der Donau-Universität Krems, analysiert in seinem neuen Buch "Heimkehr" anhand verschiedener Drehbuchversionen und einer Fülle unveröffentlichter Dokumente die Produktions- und Rezeptionsgeschichte dieses rassistischen Films. Trimmel: "Das Hauptziel des Filmes besteht darin, nicht nur den Haß gegen die vermeintlichen ,fremdvölkischen' Verursacher des deutschen Martyriums zu schüren, sondern deren restlose Eliminierung zum politischen Bekenntnis zu erheben".

Das Buch wird am Sonntag, 26. April, im Rahmen einer Matinee im Wiener Metro-Kino präsentiert. Einleitende Worte spricht der Zeithistoriker und Gastprofessor der Donau-Uni, Gerhard Jagschitz. Anschließend liest Elfriede Jelinek aus ihrem Stück "Burgtheater". Beginn: 11 Uhr.

Heimkehr, Strategien eines nationalsozialistischen Films, Gerald Trimmel, Werner Eichbauer Verlag Wien 1998, 398 Seiten, ATS 498,-, ISBN 3-901699-06-6

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