NÖ BAWU GesmbH fordert strenge Grenzwerte für Müllsplitting-Anlagen

St. Pölten (OTS) - Die Landeshauptstadt St. Pölten hat ein Projekt einer Müllsplitting-Anlage eingereicht, ehe noch Richtlinien des Ministeriums hiefür vorliegen. Das Amt der NÖ Landesregierung hat den Antrag zurückgesandt. Die NÖ BAWU GesmbH fordert strenge Grenzwerte für derartige Anlagen.

Der Aufsichtsratvorsitzende der NÖ BAWU GesmbH Dir. Alfred Weidlich, Mistelbach fordert das Bundesministerium für Umwelt auf, in der Frage der Grenzwerte für Restmüllbehandlungsanlagen gleich strenge Maßstäbe anzulegen:

Müllverbrennungsanlagen sind die ökologisch und ökonomisch bessere Entsorgungsvariante als mechanisch-biologische Anlagen. Es müssen daher im Sinne des Umweltschutzes für mechanisch-biologische Anlagen (sogenannte "Splitting-Anlagen") die gleich strengen Auflagen wie für Müllverbrennungsanlagen kommen.

Anlaß für diese Forderung ist ein Bericht in der NÖ Landeskorrespondenz vom 20. April 1998, in dem bekanntgegeben wird, daß das Ansuchen der Landeshauptstadt St. Pölten zur Errichtung einer Splittinganlage dieser wieder rückübermittelt wurde. Dir. Weidlich:
"Der Grund für die Rücksendung trifft sich genau mit unseren Befürchtungen: Müllverbrennungsanlagen sind heute vom technischen Standard sehr ausgereift. Für MBA's gibt es noch keinen Stand der Technik. Wie das Beispiel St. Pölten zeigt, wird es hier Versuche geben, solche Anlagen mit niedrigeren, möglicherweise ökologisch bedenklichen Standards zu betreiben. Im übrigen stellt sich die Frage, warum die St. Pöltner Müllverantwortlichen so große Angst vor einer Umweltverträglichkeitsprüfung haben, wenn es sich um eine hervorragende Entsorgungsanlage handelt. Im Interesse der Bürger und der Umwelt soll durch Erlassung entsprechend strenger Richtlinien für diese Anlagen solchen Absichten ein Riegel vorgeschoben werden."

Bekanntlich hat sich ja die überwiegende Mehrheit der niederösterreichischen Abfallwirtschaftsverbände zur Umsetzung der von den Fachleuten als einhellig ökologisch sinnvollere Variante der Restabfallbehandlung durch Errichtung einer Müllverbrennungsanlage ausgesprochen. Das gemeinsame Vorgehen der in der NÖ BAWU GesmbH vertretenen NÖ Abfallwirtschaftsverbände hat außerdem ökonomische Vorteile: Diese gemeinsame Anlage wird dem Bürger auch billiger kommen, als eine größere Anzahl an Splittinganlagen.

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Dir. Weidlich
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