• 23.04.1998, 13:24:23
  • /
  • OTS0160

NÖ BAWU GesmbH fordert strenge Grenzwerte für Müllsplitting-Anlagen

St. Pölten (OTS) - Die Landeshauptstadt St. Pölten hat ein Projekt
einer Müllsplitting-Anlage eingereicht, ehe noch Richtlinien des
Ministeriums hiefür vorliegen. Das Amt der NÖ Landesregierung hat den
Antrag zurückgesandt. Die NÖ BAWU GesmbH fordert strenge Grenzwerte
für derartige Anlagen.

Der Aufsichtsratvorsitzende der NÖ BAWU GesmbH Dir. Alfred
Weidlich, Mistelbach fordert das Bundesministerium für Umwelt auf, in
der Frage der Grenzwerte für Restmüllbehandlungsanlagen gleich
strenge Maßstäbe anzulegen:

Müllverbrennungsanlagen sind die ökologisch und ökonomisch bessere
Entsorgungsvariante als mechanisch-biologische Anlagen. Es müssen
daher im Sinne des Umweltschutzes für mechanisch-biologische Anlagen
(sogenannte "Splitting-Anlagen") die gleich strengen Auflagen wie für
Müllverbrennungsanlagen kommen.

Anlaß für diese Forderung ist ein Bericht in der NÖ
Landeskorrespondenz vom 20. April 1998, in dem bekanntgegeben wird,
daß das Ansuchen der Landeshauptstadt St. Pölten zur Errichtung einer
Splittinganlage dieser wieder rückübermittelt wurde. Dir. Weidlich:
"Der Grund für die Rücksendung trifft sich genau mit unseren
Befürchtungen: Müllverbrennungsanlagen sind heute vom technischen
Standard sehr ausgereift. Für MBA's gibt es noch keinen Stand der
Technik. Wie das Beispiel St. Pölten zeigt, wird es hier Versuche
geben, solche Anlagen mit niedrigeren, möglicherweise ökologisch
bedenklichen Standards zu betreiben. Im übrigen stellt sich die
Frage, warum die St. Pöltner Müllverantwortlichen so große Angst vor
einer Umweltverträglichkeitsprüfung haben, wenn es sich um eine
hervorragende Entsorgungsanlage handelt. Im Interesse der Bürger und
der Umwelt soll durch Erlassung entsprechend strenger Richtlinien für
diese Anlagen solchen Absichten ein Riegel vorgeschoben werden."

Bekanntlich hat sich ja die überwiegende Mehrheit der
niederösterreichischen Abfallwirtschaftsverbände zur Umsetzung der
von den Fachleuten als einhellig ökologisch sinnvollere Variante der
Restabfallbehandlung durch Errichtung einer Müllverbrennungsanlage
ausgesprochen. Das gemeinsame Vorgehen der in der NÖ BAWU GesmbH
vertretenen NÖ Abfallwirtschaftsverbände hat außerdem ökonomische
Vorteile: Diese gemeinsame Anlage wird dem Bürger auch billiger
kommen, als eine größere Anzahl an Splittinganlagen.

Rückfragehinweis: Dir. Weidlich
Aufsichtsratvorsitzender der NÖ BAWU GesmbH
Landesberufsschule Mistelbach
Tel: 02572/23 69
Fax: 02572/2379

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel