AK: Führerschein kommt Österreicher teuer (1)

Preisvergleich Österreich-Bayern zeigt: Hohes Preisniveau in Österreich - geringer Wettbewerb

Wien (OTS) - Für das rosa Papier zahlen Österreichs Fahrschüler mehr als ein Netto-Monatsdurchschnittsgehalt. Ein Fahrkurs ist im Schnitt in Österreich um 20 Prozent teurer als in Bayern. Das
zeigt eine von Kreutzer, Fischer und Partner im Auftrag der AK durchgeführte Preiserhebung für ein Führerscheinpaket B in österreichischen und bayrischen Fahrschulen. Ein geschützter Markt, Ausbildungsmonopole und "Zugangsbeschränkungen" bei der Fahrschulauswahl führen zu hohen Preisen für die Fahrschüler und behindern den Wettbewerb zwischen den Fahrschulen, kritisiert die AK. ****

Um durchschnittlich 150 Millionen Schilling zahlen Fahrschüler in Österreich für einen B Führerschein im Jahr mehr als jene in Bayern auf Basis des vergleichbaren Leistungspaketes. So kostet
ein Fahrkurs in Österreich im Durchschnitt 12.817 Schilling (ohne MwSt). In Bayern brauchen die Fahrschüler durchschnittlich 10.646 Schilling (ohne MwSt), um einen Fahrkurs zu absolvieren. Das zeigt eine AK Erhebung vom Feber '98 bei 144 Fahrschulen in Wien, Kärnten, Salzburg und Bayern.

Ausbildung in München am günstigsten
Für einen Preis-Vergleich zwischen den beiden Ländern sind für die Konsumenten die Gesamtkosten (inkl. MwSt) interessant: So muß der Fahrschüler in Bayern-Land für seinen PKW-Kurs durchschnittlich mit 12.243 Schilling rechnen, bei einer Preisspanne zwischen 8.190 und 13.849 Schilling. In München kostet der Führerschein durchschnittlich 11.377 Schilling. Die Preise bewegen sich von
9.030 bis 13.055 Schilling, ergab der AK Vergleich.

"Bei unseren deutschen Nachbarn herrscht deutlich mehr
Wettbewerb," resümieren die AK Konsumentenschützer.

Verglichen wurden die Preise für ein Führerscheinpaket B für Lehrlinge, Schüler und Studenten. Enthalten waren im Preis die Kosten für die Einschreibgebühr, Versicherung, erforderliche Theoriestunden, ein Praxiskurs mit 20 Fahrstunden ab 17 Uhr, die Vorprüfung und die Prüfungsvorführung. Hinzugerechnet müssen noch die Kosten für die Lernunterlagen, den Erste-Hilfe-Kurs und die Stempelmarken werden.

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