ARBÖ: Spritpreisgipfel eine Enttäuschung

Mineralölwirtschaft konnte Österreichs EU-Spitzenpreise nicht glaubhaft machen

Wien (ARBÖ) - Ohne konkretes Ergebnis endete Dienstag vormittag
in Wien ein Gipfelgespräch zwischen dem Fachverband der Erdölindustrie, der Arbeiterkammer und den Kraftfahrervereinen in Sachen Spritpreisen. "Der Ausgang des Gespräches ist enttäuschend", erklärte ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter im Anschluß daran, "die Mineralölwirtschaft konnte nicht glaubhaft machen, weshalb in Österreich die um Steuern und Abgaben reduzierten Nettopreise um so viel teurer sind als im europäischen Durchschnitt."

Auch nach dem "Spritpreisgipfel" hält der ARBÖ an seiner Forderung fest, die Treibstoffpreise um 50 Groschen pro Liter zu reduzieren.

Das in sachlicher Atmosphäre verlaufene Gespräch hatte hauptsächlich das schlechte Abschneiden Österreichs beim EU-Preisvergleich zum Inhalt, der Österreich im Spitzenfeld sieht.
Die Mineralölwirtschaft erklärte sich erstmals bereit, sich mit diesen Argumenten auseinanderzusetzen und die EU-Statistik zu analysieren. Die nach Ansicht des ARBÖ einzig positive Annäherung:
Die Mineralölwirtschaft gab eine zeitlich unbestimmte Zusage, die Kostenstrukturen in ihrem Bereich verbessern zu wollen, um so Preissenkungen ermöglichen zu können.

"Die Mineralölwirtschaft hat es in der Hand, die Größe ihres Vertriebsnetzes zu steuern und damit die Ertragssituation pro Tankstelle zu verbessern", sagte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar nach dem "Gipfel". "Der ARBÖ steht jedenfalls auf Seite des Konsumenten, der nicht die Zeche für überholte Vertriebs- und Betriebsstrukturen zahlen soll."

Nach Ansicht des ARBÖ wird die gerechtfertigte Kritik an den zu hohen Spritpreisen in Österreich erst dann beendet sein, wenn sich die Nettopreise an den europäischen Durchschnitt angepaßt haben. Alleine eine Annäherung an unser Nachbarland Deutschland würde folgende Nettoreduktionen bedeuten: 89 Groschen pro Liter
Eurosuper, 90 groschen pro Liter Dieselöl.

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