- 07.04.1998, 11:51:24
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- OTS0122
ARBÖ: Spritpreisgipfel eine Enttäuschung
Mineralölwirtschaft konnte Österreichs EU-Spitzenpreise nicht glaubhaft machen
Wien (ARBÖ) - Ohne konkretes Ergebnis endete Dienstag vormittag
in Wien ein Gipfelgespräch zwischen dem Fachverband der
Erdölindustrie, der Arbeiterkammer und den Kraftfahrervereinen in
Sachen Spritpreisen. "Der Ausgang des Gespräches ist
enttäuschend", erklärte ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter im
Anschluß daran, "die Mineralölwirtschaft konnte nicht glaubhaft
machen, weshalb in Österreich die um Steuern und Abgaben
reduzierten Nettopreise um so viel teurer sind als im europäischen
Durchschnitt."
Auch nach dem "Spritpreisgipfel" hält der ARBÖ an seiner
Forderung fest, die Treibstoffpreise um 50 Groschen pro Liter zu
reduzieren.
Das in sachlicher Atmosphäre verlaufene Gespräch hatte
hauptsächlich das schlechte Abschneiden Österreichs beim EU-
Preisvergleich zum Inhalt, der Österreich im Spitzenfeld sieht.
Die Mineralölwirtschaft erklärte sich erstmals bereit, sich mit
diesen Argumenten auseinanderzusetzen und die EU-Statistik zu
analysieren. Die nach Ansicht des ARBÖ einzig positive Annäherung:
Die Mineralölwirtschaft gab eine zeitlich unbestimmte Zusage, die
Kostenstrukturen in ihrem Bereich verbessern zu wollen, um so
Preissenkungen ermöglichen zu können.
"Die Mineralölwirtschaft hat es in der Hand, die Größe ihres
Vertriebsnetzes zu steuern und damit die Ertragssituation pro
Tankstelle zu verbessern", sagte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf
Hellar nach dem "Gipfel". "Der ARBÖ steht jedenfalls auf Seite des
Konsumenten, der nicht die Zeche für überholte Vertriebs- und
Betriebsstrukturen zahlen soll."
Nach Ansicht des ARBÖ wird die gerechtfertigte Kritik an den zu
hohen Spritpreisen in Österreich erst dann beendet sein, wenn sich
die Nettopreise an den europäischen Durchschnitt angepaßt haben.
Alleine eine Annäherung an unser Nachbarland Deutschland würde
folgende Nettoreduktionen bedeuten: 89 Groschen pro Liter
Eurosuper, 90 groschen pro Liter Dieselöl.
Rückfragehinweis: ARBÖ Presse
(01) 891 21/244 oder 280
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