- 31.03.1998, 11:46:01
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Weinzinger: "LH Pröll untätig bei geplantem tschechischem Atommüllager Skalka."
Grüne NÖ: Einwendungsfrist verstreicht ungenutzt
Wien (OTS) - Scharfe Kritik am Fehlen einer konsequenten
Anti-Atompolitik übte heute erneut die designierte Grüne LAbg. Brigid
Weinzinger. "Nach Dukovany ist im tschechischen Skalka, rund 80 km
nördlich der NÖ-Grenze ein weiterer Standort für ein
Atommüll-Zwischenlager in Begutachtung. Es gibt eine Einwendungsfrist
bis spätestens 6. April, aber Landeshauptmann Pröll bleibt nach wie
vor untätig. "Schon bei Dukovany hat es trotz massivem Druck der
Grünen über drei Wochen bedurft, bis das Land NÖ endlich in letzter
Minute eine Einwendung gegen das grenznahe Atommüllager eingebracht
hat. Beim Standort Skalka wird anscheinend wieder dasselbe gespielt",
kritisiert Weinzinger scharf. "Wieso wird LH Pröll nicht endlich
tätig und reicht bereits frühzeitig im Namen der
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher eine negative
Stellungnahme ein?" so die Grünpolitikerin. "Weiß die Landesregierung
überhaupt von den tschechischen Plänen?"
Die Pläne für das Atommüll-Zwischenlager bei Skalka sehen einen
unterirdischen Lagertunnel vor mit einer Kapazität von mehr als 2.000
Tonnen. Zudem besteht eine Erweiterungsoption auf 4.000 Tonnen.
"Sollte das Lager in Skalka errichtet werden, so droht ein massives
Transportrisiko", erklärt Weinzinger weiter. "Der Atommüll der AKWs
Dukovany und Temelin würde quer durch Tschechien transportiert
werden", so die Grünpolitikerin.
Die Grünen treten für eine konsequente Atompolitik für
Niederösterreich ein. Diese Forderungen bringt Brigid Weinzinger auch
in die Parteienverhandlungen ein. "Unter anderem fordern wir eine
direkte Beteiligung Niederösterreichs in UVP-Verfahren betreffend
atomare Anlagen, außerdem treten wir Grüne für Atomausstiegspakete
mit den Nachbarstaaten sowie für eine atomwaffen- und
atomtransitfreie Zone Niederösterreich ein", beschreibt Weinzinger
die Schwerpunkte der grünen Anti-Atom offensive.
Rückfragehinweis: Mag. Brigid Weinzinger, 0664 / 33 89 247
Karin Legat, Pressestelle, 01/52125-207 bzw. 0664 /
380 11 06
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