Weinzinger: "LH Pröll untätig bei geplantem tschechischem Atommüllager Skalka."

Grüne NÖ: Einwendungsfrist verstreicht ungenutzt

Wien (OTS) - Scharfe Kritik am Fehlen einer konsequenten Anti-Atompolitik übte heute erneut die designierte Grüne LAbg. Brigid Weinzinger. "Nach Dukovany ist im tschechischen Skalka, rund 80 km nördlich der NÖ-Grenze ein weiterer Standort für ein Atommüll-Zwischenlager in Begutachtung. Es gibt eine Einwendungsfrist bis spätestens 6. April, aber Landeshauptmann Pröll bleibt nach wie vor untätig. "Schon bei Dukovany hat es trotz massivem Druck der Grünen über drei Wochen bedurft, bis das Land NÖ endlich in letzter Minute eine Einwendung gegen das grenznahe Atommüllager eingebracht hat. Beim Standort Skalka wird anscheinend wieder dasselbe gespielt", kritisiert Weinzinger scharf. "Wieso wird LH Pröll nicht endlich tätig und reicht bereits frühzeitig im Namen der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher eine negative Stellungnahme ein?" so die Grünpolitikerin. "Weiß die Landesregierung überhaupt von den tschechischen Plänen?"

Die Pläne für das Atommüll-Zwischenlager bei Skalka sehen einen unterirdischen Lagertunnel vor mit einer Kapazität von mehr als 2.000 Tonnen. Zudem besteht eine Erweiterungsoption auf 4.000 Tonnen. "Sollte das Lager in Skalka errichtet werden, so droht ein massives Transportrisiko", erklärt Weinzinger weiter. "Der Atommüll der AKWs Dukovany und Temelin würde quer durch Tschechien transportiert werden", so die Grünpolitikerin.

Die Grünen treten für eine konsequente Atompolitik für Niederösterreich ein. Diese Forderungen bringt Brigid Weinzinger auch in die Parteienverhandlungen ein. "Unter anderem fordern wir eine direkte Beteiligung Niederösterreichs in UVP-Verfahren betreffend atomare Anlagen, außerdem treten wir Grüne für Atomausstiegspakete mit den Nachbarstaaten sowie für eine atomwaffen- und atomtransitfreie Zone Niederösterreich ein", beschreibt Weinzinger die Schwerpunkte der grünen Anti-Atom offensive.

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