• 28.03.1998, 12:49:38
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  • OTS0039

Otto Reichelt AG: 1997 im schwierigen Umfeld gut gehalten=

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Berlin (ots-Ad hoc-Service) - Die Otto Reichelt Aktiengesellschaft
betreibt als Lebensmittelfilialbetrieb Maerkte in den Laendern
Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die bereits in den Vorjahren
festzustellende unbefriedigende Umsatzentwicklung im Lebensmittel-
Einzelhandel hat sich auch im Jahr 1997 fortgesetzt.

Der als Nielsengebiet V definierte Berliner Raum zeigte erneut mit
einem Umsatzminus von 2,2 % den schlechtesten Indexwert im Vergleich
aller bundesweiten Nielsengebiete. Eine Verbesserung der
Rahmenbedingungen war nicht erkennbar. Die Arbeitslosenzahlen
erreichten immer neue Hoechststaende, Steuern und Abgabenlasten
beanspruchten erhebliche Einkommensteile und verhinderten so eine
dringend gebotene positive Veraenderung des Konsumklimas. Angesichts
dessen sehen die Verbraucher ihre eigenen wirtschaftlichen
Perspektiven ueberwiegend eher skeptisch und ueben weiterhin
Konsumzurueckhaltung.

Hinzu kommt eine staendige Verkaufsflaechenexpansion im
Lebensmittel-Einzelhandel im Verbreitungsgebiet der Gesellschaft.
Dies fuehrt zu einem verschaerften Wettbewerb, in welchem sich
notwendige Preiserhoehungen kaum mehr durchsetzen lassen. Der
Konzernaußenumsatz einschließlich der Back- und
Fleischwarentochtergesellschaften lag 1997 um 1,4 % niedriger als im
Vorjahr. Die Reichelt-Filialeinnahmen (einschließlich Umsatzsteuer)
waren mit 1,457 Milliarden DM um 2,4 % ruecklaeufig.

Das Ergebnis vor Steuern belaeuft sich auf ca. 21,9 Millionen DM.
Dieses entspricht einem Vorsteuerergebnis von gerundet 1,6 % des
Nettoumsatzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen
Jahresueberschuß in Hoehe von rd. 9,3 Millionen DM aus. Vorstand und
Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende in Hoehe von
0,70 DM je Aktie vorschlagen. Das entspricht beim derzeitigen
Kursniveau einer Dividendenrendite (einschl. Steuergutschrift) von
ca. 4,4 %. Das DVFA-Ergebnis je Aktie im Nennwert von DM 5,00
betraegt 0,80 DM. Die zulaessigen Sonderabschreibungen wurden 1997
mit 4,5 Millionen DM wieder in vollem Umfang vorgenommen.

Die gesamten stillen Reserven aufgrund bisher erfolgter
steuerlicher Sonderabschreibungen belaufen sich auf 124,0 Millionen
DM.

Die Investitionen der Otto Reichelt Aktiengesellschaft beliefen
sich im Jahr 1997 auf 37,2 Millionen DM. Diese konnten in vollem
Umfang aus dem erwirtschafteten Brutto-Cash-Flow von 39,2 Millionen
DM finanziert werden. Die Finanz- und Vermoegenslage der Gesellschaft
ist weiterhin gut. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme
stieg auf nunmehr 65,7 %. Auf eigenen oder eigentumsaehnlichen
Grundstuecken bzw. Erbbaurechten befinden sich 48,2 % der
Verkaufsflaechen der Gesellschaft. Zum Jahresende 1997 betrieb die
Gesellschaft 115 Filialen mit einer Gesamtverkaufsflaeche von 113.110
qm. 81 Filialen befanden sich davon in Berlin, 24 in Brandenburg und
10 in Sachsen-Anhalt.

Am 31. Dezember 1997 waren 5.695 Mitarbeiter und damit 3,5 %
weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres bei der Otto
Reichelt Aktiengesellschaft beschaeftigt. Umgerechnet in
Vollzeitarbeitsplaetze ist im Vorjahresvergleich ein Rueckgang um 1 %
festzustellen.

Die Geschaeftsentwicklung der Otto Thuermann GmbH zeigte 1997 eine
erfreuliche Tendenz. Diese 100 %ige Tochtergesellschaft der Otto
Reichelt Aktiengesellschaft, mit der ein Ergebnisabfuehrungsvertrag
besteht, hatte im Jahr 1996 die Backwarenherstellung von der Otto
Reichelt Aktiengesellschaft uebernommen und expandiert seitdem auch
mit eigenen Verkaufsstellen fuer Backwaren aller Art. Zum Jahresende
1997 wurden bereits 29 eigenstaendige Backshops in Vorkassenzonen von
Reichelt-Maerkten, aber auch in Maerkten Dritter, z. B. der EDEKA,
sowie 7 Baeckerei-Fachgeschaefte an Einzelstandorten betrieben. Eine
weitere zuegige Expansion ist vorgesehen.

Mit 373 Mitarbeitern zum Jahresende 1997 beschaeftigte die Otto
Thuermann GmbH damit 62,2 % Mitarbeiter mehr als zum gleichen
Zeitpunkt des Vorjahres. Die Otto Reichelt Aktiengesellschaft ist
zuversichtlich, auch im Jahr 1998 ein attraktives und zeitgemaeßes
Warenangebot mit hohem Qualitaets- und Frischeanspruch praesentieren
zu koennen. So wurde der Gesellschaft anlaeßlich der diesjaehrigen
Gruenen Woche seitens der CMA (Centrale Marketinggesellschaft der
deutschen Agrarwirtschaft) als bisher einzigem Berliner
Filialunternehmen die Lizenz fuer das Premium Pruefsiegel
Qualitaetsfleischprogramm fuer Schweine-, Rind- und Lammfleisch
erteilt. Reichelt setzt somit ganz auf den derzeit in Deutschland
verfuegbaren hoechsten Qualitaetsstandard in der
Frischfleischvermarktung.

Das Verhaeltnis von Leistung und Kosten in allen
Unternehmensbereichen wird weiter optimiert werden. Die enge
Zusammenarbeit mit den konzernangehoerigen Tochtergesellschaften der
EDEKA Minden-Hannover und dem Beschaffungsverbund der EDEKA
Handelsgruppe wird weiter fortgesetzt. All dies und der weiter
vorhandene Einsatz- und Erfolgswille der Mitarbeiter rechtfertigen
auch fuer das laufende Jahr die Erwartung eines annehmbaren
Ergebnisses.

Der Vorstand

Ende der Mitteilung
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