"Komm Schöpfer Geist"

Vorbereitungen zum Papstbesuch in St.Pölten am 20. Juni

St.Pölten (NLK) - In St. Pölten fand heute eine Pressekonferenz von Weihbischof Dr. Heinrich Fasching statt, bei der Experten seitens der Katholischen Kirche und der örtlichen Bauleitung über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zum Papstbesuch in
St.Pölten am 20. Juni referierten. Im Rahmen dieses dritten Pastoralbesuches des Heiligen Vaters in Österreich wird Johannes Paul II. mit seinem - wie es Prälat Dr. Alois Hörmer, verantwortlich für die liturgische Gestaltung, formulierte -"Wandergottesdienst" am Samstag, den 20. Juni, in St.Pölten
Station machen. Dieser erste Besuch eines Papstes in St.Pölten
seit 1782 steht unter dem Motto "Komm Schöpfer Geist", mit dem die katholische Weltkirche heuer - als Vorbereitung auf das Jahr 2000
- besonders die Rolle und das Wirken des Heiligen Geistes in den Vorder-grund gestellt hat.

Am 20. Juni wird der Heilige Vater gegen 16 Uhr in St. Pölten eintreffen, anschlie-ßend ein privates Gebet im Dom abhalten und mit dem Papamobil über die Wiener-straße und den Neugebäudeplatz in das Regierungsviertel fahren, zu dem der Papst laut Auskunft
des Weihbischofs eine besondere Beziehung hat, seit er 1983 anläßlich des Katholikentages den Grundstein des Landhauses, einen Gedenkstein an den Hl. Leopold, gesegnet hat.

Zu der Hl. Messe im Landhauspark, die um 16:45 Uhr beginnen
wird und unter dem Motto der Berufung für Christen (dreigeteilt in Taufe/Firmung, Priester/Ordensstand und Ehe/Familie) steht, werden rund 30.000 bis 40.000 Menschen erwartet. Ein Vor-programm wird
rund eineinhalb Stunden vor Eintreffen des Heiligen Vaters einsetzen, der Papst selbst wird um 19:15 Uhr nach Wien abfahren.

Die Altarbühne wurde von Architekt Ernst Hoffmann, dem Planer des Regierungs-viertels, entworfen, sie soll einen Gegensatz zu
der straffen Architektur des Landhau-ses bilden und wird einen das Motto "Komm Schöpfer Geist" interpretierenden Flügel über sich sowie zwei Podien für Priester und Chor aufweisen. Die Stahlkonstruktion, ausgespannt von zwei 15 Meter hohen Pylonen,
wird den Besuchern 14 Meter weit entgegenragen, ein 12 Meter hohes Kreuz, das am Schluß des Gottesdienstes ge-segnet wird, wird zum Andenken an den Papstbesuch an dieser Stelle verbleiben. Ein Videoschirm mit 40 Quadratmeter garantiert für beste Sichtverhältnisse bis in die letzten Reihen, für die Verständlichkeit der Liedtexte von Bruckner bis zu extra beauf-tragten Kompositionen wird ein aus ganz Niederösterreich zusammengestellter Chor von 250 Personen sorgen.

Die Kostenschätzungen für den Pastoralbesuch des Papstes liegen derzeit bei rund 45 Millionen Schilling, deren Aufteilung zwischen Bund, Bischofskonferenz und den betroffenen Ländern bzw. Diözesen Anfang April erörtert wird. Alleine die Adaptierung des Platzes im Regierungsviertel inklusive Altarbühne und Infrastruktur beläuft sich auf sechs Millionen Schilling. Die Kollekte bei der Messe
kommt getreu dem Motto "Berufung" jeweils zur Hälfte einem Priesterseminar in Indonesien und einem nieder-österreichischen Projekt für arbeitslose Jugendliche zugute.

Wegen der zu erwartenden Verkehrsbeschränkungen wird geraten, per Bus oder Bahn anzureisen, für Pkw-Benutzer werden Shuttledienste von Parkplätzen am Ran-de der Stadt eingerichtet. Ein vom Pressereferat der Erzdiözese und der Pressestelle der Landesregierung eingerichtetes Pressezentrum im Landhausschiff
wird den aus dem In- und Ausland erwarteten Medienvertretern zur Verfügung stehen.

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