Wittmann: ÖVP-Variante der Bundestheaterausgliederung kommt nicht in Frage

Khol-Vorgehen ist "unprofessionelle Neinsagerei"

Wien (OTS) - Spannung vor der für morgen anberaumten Sitzung zwischen Kunst-Staatssekretär Wittmann und den ÖVP-Politikern Khol und Morak über die Ausgliederung des Bundestheaterverbandes. Die ÖVP lehnt das Modell des Staatsekretariats - fünf GmbHs - ab und will die Umwandlung der Bundestheater in Anstalten des Bundes.

Dazu Wittmann in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins News:
"Ich werde keinen ÖVP-Vorschlägen über die Umwandlung der Bundestheater in Anstalten zustimmen. Das ist eine Null-Lösung, die nur halb so weit geht wie die Umwandlung in GmbHs. Da könnte man gleich den Bundestheaterverband lassen. Einen zweiten ORF brauche ich nicht. Es war alles ständig mit Morak abgesprochen (die ÖVP bestreitet das, Anm.). Aber am Mittwoch der Vorwoche teilte mir plötzlich Khol mit, daß die ÖVP ihre Linie geändert hat. Das ist unprofessionell, reine Neinsagerei."

In derselben News-Ausgabe präzisiert Khol sein Konzept:
Staatsoper, Volksoper und die Einheit Burg- und Akademietheater sollen selbständige Anstalten werden, "Rechtspersonen des Bundes mit Selbstverwaltung, ohne Weisungs-, aber mit Kontrollrecht des Ministeriums." Bei Budgethoheit der einzelnen Anstalten verpflichtet sich der Bund zur Kostenabdeckung, der Rechnungshof bleibt das Kontrollorgan.

Zu den Direktoren sollen Geschäftsführer bestellt werden.

Das oft zitierte begleitende Gremium soll aus Publikumsorganisationen, Kulturkritikern und den Kultursprechern der Parteien als einzigen Politikern bestehen. das Gremium muß angehört werden, hat aber kein Entscheidungsrecht.

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