- 25.03.1998, 12:58:46
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Wittmann: ÖVP-Variante der Bundestheaterausgliederung kommt nicht in Frage
Khol-Vorgehen ist "unprofessionelle Neinsagerei"
Wien (OTS) - Spannung vor der für morgen anberaumten Sitzung
zwischen Kunst-Staatssekretär Wittmann und den ÖVP-Politikern Khol
und Morak über die Ausgliederung des Bundestheaterverbandes. Die ÖVP
lehnt das Modell des Staatsekretariats - fünf GmbHs - ab und will die
Umwandlung der Bundestheater in Anstalten des Bundes.
Dazu Wittmann in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins News:
"Ich werde keinen ÖVP-Vorschlägen über die Umwandlung der
Bundestheater in Anstalten zustimmen. Das ist eine Null-Lösung, die
nur halb so weit geht wie die Umwandlung in GmbHs. Da könnte man
gleich den Bundestheaterverband lassen. Einen zweiten ORF brauche ich
nicht. Es war alles ständig mit Morak abgesprochen (die ÖVP
bestreitet das, Anm.). Aber am Mittwoch der Vorwoche teilte mir
plötzlich Khol mit, daß die ÖVP ihre Linie geändert hat. Das ist
unprofessionell, reine Neinsagerei."
In derselben News-Ausgabe präzisiert Khol sein Konzept:
Staatsoper, Volksoper und die Einheit Burg- und Akademietheater
sollen selbständige Anstalten werden, "Rechtspersonen des Bundes mit
Selbstverwaltung, ohne Weisungs-, aber mit Kontrollrecht des
Ministeriums." Bei Budgethoheit der einzelnen Anstalten verpflichtet
sich der Bund zur Kostenabdeckung, der Rechnungshof bleibt das
Kontrollorgan.
Zu den Direktoren sollen Geschäftsführer bestellt werden.
Das oft zitierte begleitende Gremium soll aus
Publikumsorganisationen, Kulturkritikern und den Kultursprechern der
Parteien als einzigen Politikern bestehen. das Gremium muß angehört
werden, hat aber kein Entscheidungsrecht.
Rückfragehinweis: NEWS Chefredaktion
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