Schneebergbahn: Mit Volldampf ins zweite Jahrhundert

22 Millionen aus der Regionalisierung

St.Pölten (NLK) - Am Beginn des Vorjahres wurden mit der
Gründung der NÖ Schneebergbahn GmbH die Weichen neu gestellt, im September konnte der 100. "Geburtstag" gefeiert werden, und
nunmehr geht es mit Volldampf in das zweite Jahrhundert: Die NÖ Landesregierung beschloß in ihrer gestrigen Sitzung eine Förderung von 22 Millionen Schilling aus Regionalisierungsmitteln für die Neukonzeption der traditionsreichen Zahnradbahn auf den
Schneeberg. Es geht dabei, so Tourismus-Landesrat Ernest Gabmann,
um eine "offensive touristische Strategie mit klarer betriebswirtschaftlicher Orientierung".

Anfang des Vorjahres wurde die Schneebergbahn von den ÖBB privatisiert, Eigentümer ist seither die NÖ Schneebergbahn GmbH (NÖSBB), an der die ÖBB und das Land Niederösterreich, vertreten durch die NÖ Verkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG, zu je 50 Prozent beteiligt sind. Pro Jahr werden 120.000 bis 130.000 Gästebeförderungen registriert. Damit ist die Schneebergbahn ein wichtiger Faktor im Tourismusangebot im südlichen Niederösterreich mit wesentlichen Impulsen für die gesamte Region, betont Gabmann. Außerdem erbringt die Bahn für die Schutzhütten auf dem Schneeberg wichtige Ver- und Entsorgungsleistungen.

Das neue Konzept, das bis 2001 realisiert werden soll, beruht
auf einer umfassenden Analyse. Grundsätzliche Überlegung dabei ist, sowohl Dampfnostalgiefahrten für den Eisenbahnfreund als auch alternativ einen schnelleren und bequemeren Transport mittels dieselbetriebener Fahrzeuge für die Wanderer anzubieten. Ein solcher moderner und kundenfreundlicher Betrieb erfordert aber
auch umfangreiche Investitionen. Vorgesehen ist die Anschaffung
von drei Lokomotiven und vier Waggons einschließlich der erforderlichen Ersatzteile sowie eine Option auf den Erwerb von
zwei weiteren Waggons. Andererseits sind Investitionen in die Anlagen - in die Werkstätten- und Heizungsanlagen und eine Lokomotivwaschstraße - sowie Spezial- und Hebewerkzeuge für die Triebfahrzeuge notwendig. Das Projekt wird auch von der EU mit 8,8 Millionen Schillling aus dem EFRE-Fonds gefördert.

Die Saison 1998 beginnt am 25. April und endet am 1. November. Nach dem Fahrplan sind täglich neun Berg- bzw. sechs Talfahrten vorgesehen, bei Bedarf können zusätzliche Fahrten eingeschoben werden. Die NÖSBB rechnet mit rund 135.000 Personenbeförderungen und Erlösen von etwa 13 Millionen Schilling.

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