Lembacher: Wickelkinder haben im Kindergarten nicht verloren

Bis 2003 sollen 5000 Kinder durch Tagesmütter betreut werden

Niederösterreich, 18.3.1998 (NÖI) "In Niederösterreich gibt es eine optimale Kinderbetreuung. So kommt der Ruf, daß Niederösterreich das Familienland Nummer 1 ist, nicht von ungefähr. In keinem anderen Bundesland haben die Eltern derartige Wahlfreiheiten, wie sie ihre Kinder betreut wissen wollen. Der
Bogen spannt sich von einer nahezu 100%igen Betreuung der Kinder in Kindergärten, bis hin zur Betreuung durch Tagesmütter oder Flying Nannies. Eltern können also ihre Kinder auch nur stundenweise betreuen lassen, erklärte heute LAbg. Marianne Lembacher.****

Nach den Plänen von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop sollen die Kinderbetreuungseinrichtungen bis 2003 noch weiter ausgebaut werden. So wird es in den Kindergärten zusätzlich 2500 Plätze geben; von Tagesmüttern sollen in den nächsten fünf Jahren 5000 Kinder betreut werden können. Und das freut uns ganz besonders, denn die Betreuung durch Tagesmütter ist die familienähnlichste und sinnvollste Art, Kinder und insbesondere Kleinstkinder zu betreuen. Die Volkspartei Niederösterreich wird sich mit allem Nachdruck dagegen zur Wehr setzen, daß bereits Wickelkinder zwangsweise in den Kindergarten abgeschoben werden,
wie dies von den Sozialisten immer wieder gefordert wird. Wickelkinder haben nämlich im Kindergarten nichts verloren! Das sind wir unseren Kindern schuldig, so Lembacher weiter.

Lembacher wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, daß die Flying Nannies eine besonders wertvolle Einrichtung sind. Zusätzlich werden 200 Kindergärtnerinnen, die 400 Kinder in der Wohnung der Mutter auch stundenweise betreuen, zur Verfügung gestellt.

An die Adresse der SPÖ gerichtet, erklärte Lembacher, daß das Land auch den Ausbau der Kindergruppen und der Betreuungsplätze in Horten vorhat. Dazu muß aber auch der Bund aus der Kinderbetreuunsmilliarde 1999 die Hälfte der Kosten übernehmen. Und dazu müssen die Förderrichtlinien geändert werden, damit auch die Personalkosten getragen werden. Eine Unterstützung der niederösterreichischen Sozialisten beim Bund wäre daher sehr wünschenswert.

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