• 18.03.1998, 14:33:54
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  • OTS0243

AUER : ÖVP GESTEHT ARBETNEHMERFEINDLICHE HALTUNG EIN

Eigene Kandidaten sollen bedarfsgerechte Kindergärten vermeiden

St. Pölten (SPI) Die ÖVP hat nunmehr wenige Tage vor der Wahl
ihre Arbeitnehmerfeindliche Haltung schriftlich bekanntgegeben und
sogar eigene Kanidaten aufgestellt, die sämtliche Fortschritte
Richtung bedarfsgerechter Gestaltung der Kindergärten und einer
bestmöglichen pädagogischen Betreuung auch am Nachmittag für
Kleinstkinder verhindern sollen. Damit sind die fadenscheinigen
Lippenbekenntnisse der ÖVP und von Landeshauptmannstellvertreterin
Liese Prokop entlarvt, stellte Mittwoch SPÖ-Landtagsabgeordnete
Helene Auer klar.

In dem Schreiben der ÖVP-Kandidatin zum NÖ-Landtag, Elisabeth
Luhn, die DPV Obfrau der Kindergärtnerinnen im Bezirk Baden sowie
Obmann-Stv. im Fachausschuß in der Arbeitsgemeinschaft der
Kindergärtnerinnen ist, heißt es wörtlich :

"Wäre es nach den Vorstellungen von Fr. Landesrat Traude Votruba
(SPÖ) gegangen, so wäre der Kindergarten in NÖ anstatt einer
pädagogischen Einrichtung eine Betreuungseinrichtung für Kinder
von 18 Monaten bis 6 Jahre von vorwiegend berufstätigen Müttern
mit Langzeitbetreuung und ohne Ferienunterbebrechung geworden."

"Der Nachmittag soll durch Zusatzangebote attraktiver gestaltet
werden, um die Kinder aus den Familien in die Kindergärten zu
bringen."

"Die Staffelung der Bildungszeit in mehrgruppigen Kindergärten
(soll) möglich sein."

"Da die Frau Landesrat mit ihrem Gesetzesentwurf im Landtag (Anm.:
gegen die ÖVP) nicht durchgekommen ist, hofft sie nun auf
geänderte Mehrheitsverhältnisse nach der Landtagswahl am 22. März
1998".

"Am 22. März können Sie mitentscheiden, welchen Weg der
Kindergarten in Niederösterreich in Zukunft gehen soll......."

"Die ÖVP und vor allem Fr. LH Stv. Liese Prokop sind der Garant
dafür, daß der Kindergarten in Niederösterreich auch in Zukunft
eine Bildungseinrichtung bleibt. In ihrem Bemühen um den
Kindergartenbereich, würde ich Sie gerne als Abgeordnete im
Landtag unterstützen. Darum kandidiere ich! ......Elisabeth Luhn".

Dem ist nichts hinzuzügen, weil es sich selbst erklärt und
dankeswerter Weise klarstellt, wer welche Positionen vertritt und
auf wen die arbeitenden jungen Familien und Mütter zählen können,
wenn es um Betreuungsqualität, Entscheidungsfreiheit und
bedarfsgerechte Betreuungsangebote als Grundlage dafür geht",
schloß Auer.
(Schluß)nk/ns

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN

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