Arbeitsmarktintegration der FH-AbsolventInnen problemlos

Fernziel: 40 Prozent aller Akademiker aus dem FH-Bereich

Wien (PWK) - FachhochschulabsolventInnen haben keine Schwierigkeiten, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren: mit Ausnahme jener Akademiker, die zur Zeit ihren Präsenzdienst ableisten, haben praktisch alle eine ihrer Ausbildung entsprechende Berufstätigkeit gefunden. "Ein Beweis dafür, daß ein bedarfsorientiertes Studium möglich ist", meint Klaus Schedler von der Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Dies spricht sich auch unter den Studieninteressenten herum, denn seit der Gründung der ersten Fachhochschulstudiengänge im Jahr 1994 werden alljährlich mehr Bewerbungen als freie Studienplätze registriert. Derzeit gibt es in ganz Österreich bereits 43 Studiengänge mit weit mehr als 6.000 Studierenden und bisher insgesamt 181 Absolventen. "Zwar ist die Zahl der Befragten derzeit noch gering", so Schedler, "doch zeigen die Ergebnisse einer Studie von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung eindeutig, daß Fachhochschulstudiengänge in ihrem Bildungsangebot auf den Bedarf des Arbeitsmarktes abgestimmt sind", was auch dem gesetzlich vorgeschriebenen Planungskonzept entspricht.

Besonders im Hinblick auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen erweist sich die Konzeption der Fachhochschulen als erfolgreich. Schedler: "23 Prozent der FachhochschulabsolventInnen sind in Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern tätig. Bei den befragten Unternehmen gab es lediglich drei Prozent Universitätsabsolventen". Offensichtlich dürfte es den Fachhochschulen besser als den Universitäten gelingen, die Akademisierung der Beschäftigten in kleineren und mittleren Unternehmen voranzutreiben.

"Vor dem Hintergrund sich verschlechternder Berufsaussichten für Universitätsabsolventen und in Anbetracht wachsender Interessentenzahlen für Fachhochschulstudiengänge fordert die Wirtschaftskammer die Weiterentwicklung des Fachhochschulbereichs", so Schedler. Dabei ist als Fernziel anzustreben, daß bei wirtschaftsnahen Studienrichtungen das jährliche Neuangebot an Akademikern zu mindestens 40 Prozent aus den Fachhochschulen kommt. Dieser Prozentsatz entspricht der deutschen Prognose des Anteils von Fachhochschulabsolventen an allen Akademikern für das Jahr 2005. Unter Beibehaltung der bisherigen Ausbaugeschwindigkeit bei österreichischen Fachhochschulen wird dieser Anteil frühestens im Jahr 2010 erreicht.

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Dr. Klaus Schedler

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