- 16.03.1998, 10:50:07
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- OTS0073
Arbeitsmarktintegration der FH-AbsolventInnen problemlos
Fernziel: 40 Prozent aller Akademiker aus dem FH-Bereich
Wien (PWK) - FachhochschulabsolventInnen haben keine
Schwierigkeiten, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren: mit
Ausnahme jener Akademiker, die zur Zeit ihren Präsenzdienst
ableisten, haben praktisch alle eine ihrer Ausbildung entsprechende
Berufstätigkeit gefunden. "Ein Beweis dafür, daß ein
bedarfsorientiertes Studium möglich ist", meint Klaus Schedler von
der Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft der
Wirtschaftskammer Österreich. ****
Dies spricht sich auch unter den Studieninteressenten herum, denn
seit der Gründung der ersten Fachhochschulstudiengänge im Jahr 1994
werden alljährlich mehr Bewerbungen als freie Studienplätze
registriert. Derzeit gibt es in ganz Österreich bereits 43
Studiengänge mit weit mehr als 6.000 Studierenden und bisher
insgesamt 181 Absolventen. "Zwar ist die Zahl der Befragten derzeit
noch gering", so Schedler, "doch zeigen die Ergebnisse einer Studie
von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung eindeutig, daß
Fachhochschulstudiengänge in ihrem Bildungsangebot auf den Bedarf des
Arbeitsmarktes abgestimmt sind", was auch dem gesetzlich
vorgeschriebenen Planungskonzept entspricht.
Besonders im Hinblick auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer
Unternehmen erweist sich die Konzeption der Fachhochschulen als
erfolgreich. Schedler: "23 Prozent der FachhochschulabsolventInnen
sind in Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern tätig. Bei den
befragten Unternehmen gab es lediglich drei Prozent
Universitätsabsolventen". Offensichtlich dürfte es den
Fachhochschulen besser als den Universitäten gelingen, die
Akademisierung der Beschäftigten in kleineren und mittleren
Unternehmen voranzutreiben.
"Vor dem Hintergrund sich verschlechternder Berufsaussichten für
Universitätsabsolventen und in Anbetracht wachsender
Interessentenzahlen für Fachhochschulstudiengänge fordert die
Wirtschaftskammer die Weiterentwicklung des Fachhochschulbereichs",
so Schedler. Dabei ist als Fernziel anzustreben, daß bei
wirtschaftsnahen Studienrichtungen das jährliche Neuangebot an
Akademikern zu mindestens 40 Prozent aus den Fachhochschulen kommt.
Dieser Prozentsatz entspricht der deutschen Prognose des Anteils von
Fachhochschulabsolventen an allen Akademikern für das Jahr 2005.
Unter Beibehaltung der bisherigen Ausbaugeschwindigkeit bei
österreichischen Fachhochschulen wird dieser Anteil frühestens im
Jahr 2010 erreicht.
"Mit Rücksicht auf den internationalen Wettbewerb und angesichts
der ohnedies erforderlichen Strukturbereinigung des Studienangebots
von Universitäten sollten solche Verspätungen unbedingt vermieden
werden", betont Schedler abschließend.
(Schluß) pt
Rückfragehinweis: Dr. Klaus Schedler
ibw
Tel. 5451671/27
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