- 14.03.1998, 10:00:05
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- OTS0031
LR Votruba: Integration darf nicht nach der Volksschule enden
Spatenstich für die Volksschule Seyring
St. Pölten, (SPI) - Am 14. März 1998 nahm Landesrätin Traude
Votruba - gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und des Bezirks -
den Spatenstich des Neubaus der Volksschule Seyring in der
Marktgemeinde Gerasdorf bei Wien vor. Aus diesem Anlaß kam
Landesrätin Votruba auch auf die derzeitige Situation der
Integration behinderter Kinder zu sprechen. Niederösterreich habe
bei der Integration im Kindergartenbereich mittlerweile
Vorbildcharakter für ganz Österreich, und auch in den Volksschulen
könne man auf bereits einige Jahre positiver Erfahrung
zurückblicken. "Mit der Schaffung praktikabler Voraussetzungen für
die Integration von behinderten Kindern in den "normalen"
Unterrichtsbetrieb haben wir viel erreicht. Allerdings stoßen
engagierte Pädagogen und vor allem betroffene Eltern im Bereich
der Hauptschulen noch auf organisatorische und legistische
Schwierigkeiten - die auf die derzeit geltende Fassung des NÖ
Pflichtschulgesetzes zurückzuführen sind", stellt Landesrätin
Traude Votruba heute fest.****
"Die NÖ Sozialdemokraten vertreten die Meinung, daß die
Fortschreibung der Integration beginnend im Kindergarten über die
Volksschule nahtlos in die Hauptschule oder auch AhS übergehen
muß, um den Kindern den sozialen Kontakt und das Miteinander so
früh als möglich zu gewährleisten. Die Integration der Kinder darf
nicht mit der Volksschule enden; die derzeit zweifellos vorhandene
Unzufriedenheit von Eltern und des Verbandes der NÖ
Elterninitiativen im Bereich der Hauptschulen, die an mich laufend
herangetragen wird, muß gelöst werden", so Landesrätin Votruba
weiter. Eine entsprechende Novelle zum NÖ Pflichtschulgesetz muß
daher in Angriff genommen werden. "Wir haben in diesem
Zusammenhang eine große Verantwortung, denn die Chancen der
behinderten Kinder können durch die Möglichkeit der Integration
entscheidend beeinflußt werden ", so Votruba weiter.
Mit dem Neubau der Volksschule in Seyring mit einem
Investitionsvolumen von 48,4 Millionen Schilling geht die
Volksschule "wieder ins Dorf". Im Herbst des Jahres 1972 wurde
aufgrund der Zusammenlegung der Gemeinde Seyring mit der Gemeinde
Gerasdorf die ehemalige Volksschule geschlossen. Als 1995 die
Entscheidung über einen weiteren Zubau zur Volksschule getroffen
werden mußte, entschied sich der Gemeinderat für einen Neubau in
Seyring. In zwei Bürgerinformationsveranstaltungen konnte die
Bevölkerung über den Standort und die Gestaltung des Gebäudes
mitbestimmen. Die Planung umfaßt vier Volksschulklassen, eine
Vorschulklasse sowie einen Raum für die Musikschule und alle
Nebenräume. Um auch den Vereinssport zu fördern, wird ein
Dreifachturnsaal gebaut. Mit einer Solaranlage und der Nutzung des
Regenwassers sind ökologiepolitische Überlegungen des modernen
Schulbaus berücksichtigt. Eine mögliche spätere Erweiterung auf 8
Klassen wurde bereits in der Planung vorgesehen. "Ich darf der
Gemeinde, den Bürgerinnen und Bürgern zu dieser Planung wirklich
gratulieren. Die Gemeinde Gerasdorf bekommt im Ortsteil Seyring
eine moderne und wirklich wunderschöne Volksschule", so LR Traude
Votruba in ihrer Festansprache.
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Tel: 02742/200
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