Leicht steigender Obstverbrauch, stagnierender Gemüsekonsum

Wien (OTS) - Wie das Österreichische Statistische Zentralamt mitteilt, betrug nach der nun fertiggestellte Versorgungsbilanz für Obst die inländische Obstproduktion 1996, die dem Bilanzzeitraum 1996/97 zugrunde gelegt wurde, 583.100 Tonnen. Dies entsprach einem 10%igen Rückgang gegenüber der Vorjahresernte von 648.000 Tonnen. Dadurch bedingt erhöhten sich 1996/97 die Importe auf 655.600 Tonnen (7 %). Gleichzeitig verringerten sich die Exporte um 8 % auf 122.100 Tonnen. Somit waren 1,1 Millionen Tonnen Obst verfügbar, wovon 683.300 Tonnen der Ernährung dienten. Pro Kopf wurden 84,6 kg Obst konsumiert. Gegenüber 1995/96 bedeutet dies eine Zunahme von 0,8 kg. Der Grad der Selbstversorgung sank, bedingt durch die niedrigere Produktion und die höheren Importe, auf 52 % (1995/96 waren es 57 %). Den größten Anteil an der Produktion (63 %) wie auch am Verbrauch (28 %) hatte traditionell der Apfel. Von dieser Obstart wurden pro Kopf 23,3 kg konsumiert. Dieser Wert zeigt deutlich die Bedeutung des Apfels in Österreich. Zum Vergleich: Mit 9,9 kg Pro-Kopf-Verbrauch liegen Bananen an zweiter und mit 6,9 kg Orangen an dritter Stelle der Verbrauchsskala.

Der Erstellung der Gemüsebilanz 1996/97 wurde die Gesamtproduktion von 1996 mit 499.300 Tonnen zugrunde gelegt. Dieser Wert entsprach annähernd der Gemüseernte 1995. Die Einfuhren stiegen gegenüber 1995/96 um rund 6.000 Tonnen, die Ausfuhren um rund 21.300 Tonnen. Vor allem wurden mehr Paradeiser, Salate und Zwiebeln importiert. Die Selbstversorgungsquote überstieg mit 59 % knapp den Vorjahreswert (57 %). Der Pro-Kopf-Verbrauch von 90,3 kg lag im guten Mittelfeld der letzten beiden Wirtschaftsjahresbilanzen. Am häufigsten konsumiert wurden Paradeiser (16,5 kg pro Kopf), gefolgt von Kopfsalaten (7,7 kg) und Zwiebeln (7,2 kg).

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