ARBÖ begrüßt neuen Gebrauchtwagen-Kaufvertrag

Ankaufstests können nun die Rechtswirksamkeit des Vertrages bestimmen

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ begrüßt, daß im neuen, heute vorgestellten Gebrauchtwagen-Kaufvertrag nicht nur das Recht auf einen Ankaufstest verankert ist, sondern daß der Kaufvertrag auch gegenstandslos wird, wenn das Ergebnis des Ankaufstestes erheblich von der Zustandsbeschreibung des Fahrzeuges abweicht. Bisher wurde im Mustervertrag der Punkt Ankaufstest überhaupt nicht berücksichtigt.

Nun kann, auf Wunsch des Käufers, ein solcher Ankaufstest im Musterkaufvertrag leicht vereinbart und das rechtswirksame Zustandekommen des Vertrages davon abhängig gemacht werden.

Das heißt, weicht das Ergebnis der Ankaufsüberprüfung in erheblichem Umfang vom vertraglich vereinbarten Zustand des Fahrzeuges laut Bewertungstabelle ab, muß der Händler entweder den vereinbarten Zustand auf seine Kosten herstellen, oder der Käufer kann den Vertrag für gegenstandslos erklären. Bisher mußte jeder Konsument persönlich vereinbaren unter welchen Bedingungen eine Stornierung des Vertrages möglich war.

Jährlich führt der ARBÖ in seinen 95 Prüfzentren rund 15.000 Ankaufsüberprüfungen für seine Mitglieder durch. Dabei werden von speziell geschulten ARBÖ-Technikern mit Hilfe modernster Prüfgeräte 160 Bauteile bzw. deren Funktion an den Fahrzeugen überprüft.

Im Zuge solcher Tests kommt es immer wieder vor, daß erhebliche Mängel gefunden werden. Bei dieser, rund eine Stunde dauernden Ankaufsüberprüfung wird auch festgestellt, ob das Auto Vorschäden aus einem früheren Unfall hat, und ob diese Schäden ordnungsgemäß repariert wurden. Gleichzeitig wird festgestellt, ob das Fahrzeug eine Begutachtungsplakette erhalten kann.

Der neue Musterkaufvertrag für den Gebrauchtwagenkauf beim Händler wird in Kürze auch in allen ARBÖ-Dienststellen kostenlos erhältlich sein.

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