• 10.03.1998, 11:12:56
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  • OTS0093

Chipkarte gesichert - Betriebe um 600 Millionen S entlastet

Martin Mayr zu den jüngsten Forderungen der ÖGB-Frauen-Chefin: "So nicht, Frau Schmidleithner!"

Wien (PWK) - Der Hauptausschuß des Parlaments genehmigt heute,
Dienstag, eine Senkung der Arbeitgeberbeiträge nach dem
Entgeltfortzahlungsgesetz von 2,3 auf 2,1 Prozent per 1. April 1998.
Martin Mayr, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der
Wirtschaftskammer Österreich: "Damit werden die heimischen Betriebe
jährlich um ca. 600 Millionen Schilling bei den Lohnnebenkosten
entlastet. Eine wichtige Maßnahme, die wir mit Sozialministerin Lore
Hostasch vereinbaren konnten". ****

Möglich wurde diese Beitragssenkung durch die sinkenden
Krankenstände auch bei den Arbeitern. Über die Erstattungsfonds bei
den Gebietskrankenkassen werden die Lohnfortzahlungen für Arbeiter an
den Dienstgeber refundiert.

"Ich bin auch sehr zufrieden, daß es gemeinsam mit der
Sozialministerin möglich war, die Einführung der Chipkarte ein gutes
Stück weiterzubringen", lobt Martin Mayr die sachbezogene Politik von
Hostasch. Zur Finanzierung der Einführungskosten der Chipkarte wird
aus den Reserven des Erstattungsfonds beim Hauptverband der
Sozialversicherungsträger einmalig ein Beitrag von 300 Millionen
Schilling zur Verfügung gestellt. Mayr: "Mit dieser Form des Beitrags
der Wirtschaft werden die einzelnen Betriebe nicht zusätzlich
belastet, wie dies ursprünglich einigen Gewerkschaftern vorgeschwebt
ist. Mit der Einführung der Chipkarte werden die Betriebe dann
weniger Bürokratie auf sich nehmen müssen, weil die Ausstellung der
Krankenscheine und die Einhebung der Krankenscheingebühr ersatzlos
entfallen".

Weniger zufrieden zeigt sich Mayr über die jüngsten "irrealen"
Forderungen der Gewerkschaftsfrauen-Chefin Irmgard Schmidleithner:
"Während Hostasch richtiger Weise erkannt hat, daß man die Betriebe
entlasten muß, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, versucht
Schmidleithner offenkundig, mit immer neuen unzumutbaren Forderungen,
die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe zu unterminieren. Mit ihren
Traumvorstellungen stellt sie sich nicht nur gegen die
Arbeitsplatzrichtlinien der EU, sie gefährdet damit auch tausende
Jobs".

Die Forderungen Schmidleithners nach der 30-Stunden-Woche samt
Lohnausgleich, nach Einführung der Wertschöpfungsabgabe, nach
Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder nach einer Mindestsicherung
bei der Notstandshilfe (unabhängig vom Familieneinkommen) bzw. nach
dem Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit kosten laut Mayr die Betriebe
"viele Milliarden Schilling zusätzlich und werden daher von der
Wirtschaft strikt abgelehnt. So nicht, Frau Schmidleithner!"
(Schluß) RH

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK

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