• 10.03.1998, 10:55:53
  • /
  • OTS0083

Leben auf dem Land: Zwischen Resignation und Hoffnung?

Landentwicklungssymposium zeigte Möglichkeiten auf

St.Pölten (NLK) - Die großen Chancen in der Landwirtschaft im
Rahmen der Landentwicklung zeigte gestern ein internationales
Symposium in Mistelbach auf, das unter dem Motto "Der Mensch auf
dem Land - Leben zwischen Resignation und Hoffnung" stand. "Der
Weg der Zukunft muß ökosozial und nachhaltig sein. Ökologisches
und soziales Dumping müssen vermieden werden. Die Politik muß die
Rahmenbedingungen schaffen, um die Bauern auf ihren Höfen zu
halten", waren sich Experten wie Landwirtschaftsminister Mag.
Wilhelm Molterer und der Präsident des Ökosozialen Forums
Österreich, Dipl.Ing. Josef Riegler, einig. In Europa würde sich
bereits eine Trendumkehr für die Politik im ländlichen Raum
abzeichnen. Selbst in Frankreich und in England werde der
ökosoziale Weg diskutiert.

In Mistelbach wird in Zusammenarbeit mit dem NÖ
Landschaftsfonds und der NÖ Agrarbezirksbehörde ein erfolgreiches
Landentwicklungs-Projekt umgesetzt, das sowohl auf die
Direktvermarktung der bäuerlichen Betriebe als auch mit Reit- und
Radwegen auf den sanften Tourismus setzt. Landesrat Franz
Blochberger betonte, in Niederösterreich würden die Landwirte bei
ihren Projekten mit Bundes-, Landes- und EU-Förderungen so
unterstützt, daß bäuerliche Existenzen gesichert werden könnten.
Ziel 5b- und Sektorplanförderung seien die Motoren der
Landwirtschaft. Blochberger: "Fast 1.200 Projekte sind bisher
bewilligt worden. Damit wurden Investitionen von rund vier
Milliarden Schilling in den Regionen ausgelöst." Blochberger
erinnerte daran, daß im vergangenen Jahr rund zehn Milliarden
Schilling in die niederösterreichische Landwirtschaft geflossen
seien. Auch die Zahl der Biobauern ist enorm gestiegen. "Derzeit
bewirtschaften rund 3.100 Betriebe mehr als 60.000 Hektar, das
sind 20 Prozent der biologisch bewirtschafteten Fläche
Österreichs", erklärte Blochberger. Die Bauern müßten aber selbst
auch die Initiative ergreifen, um mit entsprechenden Ideen ihre
Einkommen zu sichern. Er werde sich weiterhin für Grenzland-
Sonderprogramme und für die finanzielle Aufstockung der
grenzüberschreitenden Gemeinschaftsinitative INTERREG einsetzen.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel