Leben auf dem Land: Zwischen Resignation und Hoffnung?

Landentwicklungssymposium zeigte Möglichkeiten auf

St.Pölten (NLK) - Die großen Chancen in der Landwirtschaft im Rahmen der Landentwicklung zeigte gestern ein internationales Symposium in Mistelbach auf, das unter dem Motto "Der Mensch auf
dem Land - Leben zwischen Resignation und Hoffnung" stand. "Der
Weg der Zukunft muß ökosozial und nachhaltig sein. Ökologisches und soziales Dumping müssen vermieden werden. Die Politik muß die Rahmenbedingungen schaffen, um die Bauern auf ihren Höfen zu halten", waren sich Experten wie Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer und der Präsident des Ökosozialen Forums Österreich, Dipl.Ing. Josef Riegler, einig. In Europa würde sich bereits eine Trendumkehr für die Politik im ländlichen Raum abzeichnen. Selbst in Frankreich und in England werde der ökosoziale Weg diskutiert.

In Mistelbach wird in Zusammenarbeit mit dem NÖ
Landschaftsfonds und der NÖ Agrarbezirksbehörde ein erfolgreiches Landentwicklungs-Projekt umgesetzt, das sowohl auf die Direktvermarktung der bäuerlichen Betriebe als auch mit Reit- und Radwegen auf den sanften Tourismus setzt. Landesrat Franz Blochberger betonte, in Niederösterreich würden die Landwirte bei ihren Projekten mit Bundes-, Landes- und EU-Förderungen so unterstützt, daß bäuerliche Existenzen gesichert werden könnten. Ziel 5b- und Sektorplanförderung seien die Motoren der Landwirtschaft. Blochberger: "Fast 1.200 Projekte sind bisher bewilligt worden. Damit wurden Investitionen von rund vier Milliarden Schilling in den Regionen ausgelöst." Blochberger erinnerte daran, daß im vergangenen Jahr rund zehn Milliarden Schilling in die niederösterreichische Landwirtschaft geflossen seien. Auch die Zahl der Biobauern ist enorm gestiegen. "Derzeit bewirtschaften rund 3.100 Betriebe mehr als 60.000 Hektar, das
sind 20 Prozent der biologisch bewirtschafteten Fläche Österreichs", erklärte Blochberger. Die Bauern müßten aber selbst auch die Initiative ergreifen, um mit entsprechenden Ideen ihre Einkommen zu sichern. Er werde sich weiterhin für Grenzland-Sonderprogramme und für die finanzielle Aufstockung der grenzüberschreitenden Gemeinschaftsinitative INTERREG einsetzen.

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