CIPRA fordert: Politik für die Wilde Krimml, nicht gegen die Natur im Alpenraum!

Wien (OTS) - CIPRA Österreich (Internationale Alpenschutzkommission) unterstützt heftige Kritik der Tiroler Natur-und Umweltschutzorganisationen an geplanter Erschließung des Naturkleinods "Wilde Krimml" Appell der CIPRA, gemeinsam mit Naturfreunde Österreichs, Österreichischem Alpenverein und Österreichischem Naturschutzbund, an Tiroler Landtag und Landesregierung: Keinen Präzedenzfall für weitere Naturzerstörung im Alpenraum schaffen!

Als "Sprengladung für eine neue Erschließungslawine im Alpenraum" bezeichnet der Vorsitzende von CIPRA Österreich, Prof.Dr. Friedrich Reimoser, die Erschließungspläne für die "Wilde Krimml". "Soll für die x-te Tiroler Schierschließung wirklich dieses Kleinod geopfert werden?"

Aus der rapide größer werdenden Zahl fragwürdiger Erschließungsprojekte sticht die Wilde Krimml wegen des "Sündenfallcharakters" heraus. Für die CIPRA geht es daher um einen Präzedenzfall mit weit über Tirol hinausgehender Tragweite. Prof. Reimoser: "Wenn hier ohne Instinkt und Verantwortungsgefühl eine derart unberührte, große Fläche zerschnitten wird, dann wird dem Erschließungseifer nirgends mehr im Alpenraum ein Riegel vorzuschieben sein."

Die Kritik an Schierschließungsprojekten trifft bei der "Wilden Krimml" idealtypisch zu:

- Entwertung einer bisher unberührten, großen Geländekammer mit hohem Naturschutzpotential

- Verquickung politischer und wirtschaftlicher Interessen in federführend handelnden Personen

- Abstützen auf ungenaue Studien über Vorteile des Projektes

- Ignorieren genauer Studien über Nachteile des Projektes

Soll wirklich in landesfürstlicher Manier über die breite Front konstruktiver und sachbezogener Kritik hinweg entschieden werden? Das Naturschutzgutachten des Amtes der Tiroler Landesregierung und die detaillierten Erhebungen des Alpenvereins belegen klar, daß die Wilde Krimml als Ganzes zu erhalten ist. Zusätzlich legt das schitechnische Gutachten nahe, daß die jetzt noch geleugneten Geländeeingriffe in Zukunft doch durchgeführt werden könnten.

Die CIPRA wird von Organisationen wie dem Alpenverein, den Naturfreunden oder dem Naturschutzbund getragen, die aus oft schmerzlicher lokaler und regionaler Erfahrung federführend gegen die Zerstörung der Wilden Krimml auftreten. CIPRA Österreich hat die fundamentalen Bedenken bereits schriftlich an LR Fritz Astl und LH Weingartner herangetragen. Vor der dieswöchigen Landtagssitzung in Innsbruck appelliert CIPRA-Vorsitzender Reimoser nochmals dringend an die entscheidenden Personen, ihre Haltung zu überdenken: "Gerade die Tiroler Alpenpolitik muß alpenweites Vorbild und nicht abschreckendes Beispiel sein!"

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CIPRA Österreich, GF Mag. Jasmine BACHMANN,

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