Dringender Appell Höchtls an die Grün-Alternativen des Bezirkes Wien-Umgebung: Laßt die Finger von den Vereinen!

Niederösterreich, 6.3.98 (NÖI) Bestürzt ist der niederösterreichische VP-Nationalratsabegordnete Dr. Josef Höchtl über die Grün-Alternativen im Bezirk Wien-Umgebung, welche kürzlich einen Antrag an den Gablitzer Gemeinderat stellten, mit dem sie eine Kooptierung von Gemeindevertretern in die Vorstände der einzelnen Vereine quasi als Kontrollore forderten. ****

"Die ÖVP lehnt eine derartige Vorgangsweise, die eigentlich einer Spionage gleich kommt, entschieden ab und wird auch in
Zukunft die 'Rolle des Anwaltes' für die rund 100.000 in Österreich tätigen Vereine wahrnehmen", stellte Höchtl klar.

Die ÖVP – so Höchtl – bestätigte dieses Bekenntnis zu den Vereinen mit einer Petition an den Nationalrat, welche sich insbesondere gegen folgende diskutierte Verschlechterungen in
einer von Innen- und Justizministerium beabsichtigten Änderung des Vereinsgesetzes richtet: die massive Überreglementierung des vorgeschlagenen Vereinsrechts, die Verschärfung der
Aufsichtsrechte einschließlich der verpflichtenden Einschaltung
von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, eine Rechnungslegung nach handelsrechtlichen Vorschriften, die weitgehende
Gleichstellung kleiner und großer Vereine, insbesondere bei der Rechnungslegung und Aufsichtsrechten und die damit verbundenen organisatorischen und finanziellen Mehrbelastungen

"Ich glaube, daß wir es den tausenden Menschen, die
ehrenamtlich wichtige und unentbehrliche Arbeit für unsere Gesellschaft in den Vereinen leisten, schuldig sind, ihnen jede
nur mögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Wir müssen aber auch darauf achten, daß die Vereine durch verschiedene politische Gruppen nicht schikaniert werden. In diesem Zusammenhang würde ich eine klare Stellungnahme der Grün-Alternativen des Bezirkes zu der Vorgehensweise ihrer Kollegen in Gablitz begrüßen", schloß Höchtl.

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