Maier: Bestrahlte Lebensmittel - Industrieinteressen vor Konsumenteninteressen

Österreichische VP-EU-Abgeordnete stimmen zum wiederholten Mal gegen heimische Interessen

St. Pölten, (SPI) - "Zum wiederholten Mal stimmten die österreichischen EU-Abgeordneten der Volkspartei gegen die Interessen der Konsumenten und gegen die Intentionen einer engen Bindung von gesunden Produkten aus der biologischen Erzeugung und deren Vermarktung. So lehnte die Europäische Volkspartei mit den Stimmen der VP-Abgeordneten eine verpflichtende Kennzeichnung von bestrahlten Lebensmitteln und die Einführung transparenter Kontrollmechanismen ab und stellte damit die wirtschaftlichen Interessen der europäischen Groß-Agrarindustrie vor die Interessen der Konsumenten und der Gesundheit der Menschen", kritisiert der Waldviertler SP-Abg. Hans Maier heute in einer Stellungnahme.****

"Niemand ist davon abgehalten, bestrahlte Lebensmittel zu kaufen. Allerdings wäre es für den Konsumenten zweifellos von Vorteil, über diese Art der Behandlung der agrarischen Produkte Bescheid zu wissen. Mit der Ablehnung des Vorschlages des europäischen Umweltausschusses wurde dies von der industriellen Agrarlobby vereitelt - zum Schaden jener Menschen, die gerne wissen möchten, ob ihre Produkte nach biologischen und umweltverträglichen Grundsätzen erzeugt werden", so Maier weiter.

"Die VP-Abgeordneten haben auch den Interessen Niederösterreichs zweifellos keinen guten Dienst erwiesen. Während sich Niederösterreich bemüht, eine Vorreiterrolle in Sachen Ökologisierung und biologischer Landwirtschaft einzunehmen,
stellen solche Entscheidungen - wie von den VP-Abgeordneten getroffen - einen enttäuschenden Rückschlag dar. Bioprodukte werden vom Konsumenten gut angenommen. Die größten Handelsketten unseres Landes haben auf das Konsumverhalten der Kunden reagiert
und beispielsweise ein Gütesiegel geschaffen, das die Genfreiheit der damit ausgezeichneten Produkte garantiert. Das ist sehr zu begrüßen", so der Abgeordnete weiter.

"Daß dies nun bei bestrahlten Lebensmitteln anders ist, verdanken wir der Europäischen Volkspartei. Weiters ist diese Entscheidung nicht mit den niederösterreichischen Weg einer weiteren Ökologisierung in Einklang zu bringen. Für die im Vorjahr einstimmig vom Landtag verabschiede Resolution im Rahmen des Regionalwirtschaftskonzeptes der EU eine Entwicklungsstudie erarbeiten zu lassen, in der aufgezeigt werden soll, ob die Ökologisierung eines Bundeslandes unter Einhaltung von ökonomischen Randbedingungen unter besonderer Berücksichtigung von erneuerbarer und alternativer Energie möglich ist, ist die Ablehnung der Kennzeichnung von bestrahlten Lebensmitteln
sicherlich nicht von Vorteil", so Maier abschließend.
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