Kampichler: Einem soll Entscheidung der BH Neunkirchen respektieren und das naturschutzrechtliche Verfahren abwarten

Niederösterreich, 3.3.98 (NÖI) "Das von der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen geforderte naturschutzrechtliche Verfahren wäre für Verkehrsminister Einem die beste Gelegenheit, dieses unnötige Monsterprojekt endgültig fallenzulassen". Mit harten Worte reagierte der niederösterreichische VP-Nationalrat Franz Kampichler auf die Pläne von Minister Caspar Einem, den Semmering-Bahntunnel neu auszuschreiben.****

"Nicht nur die Natur wehrt sich mit gewaltigen Wassereinbrüchen, sondern auch die Bevölkerung lehnt sich massiv gegen dieses Milliardenprojekt", so Kampichler. "Einem sollte sich vielmehr um die derzeitige Situation der Bahnpendler kümmern, die dringend eine Verbesserung der Bahnstrecke zwischen Gloggnitz und Wien fordern. Hier könnte mit vielen kleinen Baumaßnahmen effektiv eingegriffen werden."

"Einem soll auch endlich zur Kenntnis nehmen, daß seine Idee der Finanzierung durch private Investoren gescheitert ist. Auch durch Wiederholung der Ausschreibung wird es Einem nicht gelingen, privates Geld für ein Projekt, das sich nicht rentiert, zu bekommen. Das von Einem forcierte Private-Public-Partnership-Modell wird von der ÖVP keine Zustimmung bekommen", stellt Kampichler den Standpunkt der Volkspartei klar.
"Statt sich mit der Verwirklichung seiner Illusionen zu beschäftigen, sollte sich Einem endlich den echten Anliegen der Bevölkerung zuwenden und die Idee von seinem fragwürdigen 'Denkmal' unter dem Semmering schleunigst begraben", schloß Kampichler.
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