Mehr Windkraft für Niederösterreich

LH Pröll unterzeichnet Forschungsprojekt Windkraft

St.Pölten (NLK) - Im Rahmen eines Pressegespäches in St.Pölten unterzeichnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute gemeinsam mit der Interessensgemeinschaft Windkraft das von der NÖ Landesregierung im Dezember des Vorjahres beschlossene "Forschungsprojekt Windkraft". In diesem Rahmen unterstützt das Land die Windkraft-betreiber mit 16 Millionen Schilling und stellt weitere drei Millionen Schillling für die wissenschaftliche Betreuung des Projektes zur Verfügung, insgesamt wird damit ein Investitionsvolumen von 120 Millionen Schilling ausgelöst. Die über 10 Jahre laufende Untersuchung in fünf neuen Windparks mit insgesamt 15 Windrädern soll bezüglich der ökologischen und der Energie-Effizienz darüber Aufschluß geben, wie intensiv und in welche Richtung der Weg der alternativen Energieformen in Niederösterreich weitergegangen wird.

Die entscheidende Frage werde sein, so der Landeshauptmann weiter, auf welche Art und Weise es die Alternativenergie schafft, sich in das gesamte Umfeld der Energieversorgung einzubetten, um wirtschaftlich bestehen zu können. Die öffentliche Hand ihrerseits sei aufgerufen, ein klares Bekenntnis zu den alternativen Energieformen abzugeben und die Rahmenbedingungen zu liefern, daß sie ihren Platz auch behaupten können.

Niederösterreich sehe die Chance für die Erhaltung der Lebensqualität vor allem im ökologischen Kreislauf, der Weg des Landes unter die besten Regionen Europas lasse sich nicht nur an harten Wirtschaftsdaten, sondern auch an der Lebensqualität des Standortes messen, was wiederum intakte Landschaft, Erholungsraum, gute Luft, reines Wasser und eine Energieversorgung im Einklang
mit der Natur bedeute.

Die natürlichen Ressourcen nicht zu vergeuden, sondern optimal zu nutzen, sei überdies ein Beitrag zum Klimaschutz, wonach sich Niederösterreich im Rahmen des Klimabündnisses verpflichtet hat, die CO2-Emmissionen bis zum Jahr 2002 entsprechend zu reduzieren. Alleine mit der Energie aus den fünf Windparks könnten jährlich 4000 Haushalte beliefert werden, was den CO2-Ausstoß um 4500
Tonnen pro Jahr verringert. Wenn einmal dokumentiert sei, daß die Windenergie auch kraft ihres ökologischen Nutzens eine gute und ernstzunehmende Versorgungsalternative darstellt, müsse man sich auch der mancherorts entstehenden Sorge um das Landschaftsbild zuwenden, das naturgemäß auch Sensibilitäten und Grenzen verlange.

Zum Abschluß betonte Mag. Hans Winkelmeier von der IG
Windkraft, daß Landeshauptmann Pröll nach Scheitern des geplanten österreichischen Fördermodells statt des Bundes die Initiative ergriffen hat. Er hoffe, daß auch andere Landesregierungen dem Beispiel Niederösterreichs folgen werden. Mit den fünf Windparks und ihrer Kapazität von 14 Millionen Kilowattstunden pro Jahr
werde man die Leistung der derzeit in Niederösterreich in Betrieb befindlichen 28 Anlagen mehr als verdoppeln und den Anteil der Windkraft an der Gesamtenergie auf 0,4 Prozent steigern.

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