- 03.03.1998, 13:07:05
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Mehr Windkraft für Niederösterreich
LH Pröll unterzeichnet Forschungsprojekt Windkraft
St.Pölten (NLK) - Im Rahmen eines Pressegespäches in St.Pölten
unterzeichnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute gemeinsam mit
der Interessensgemeinschaft Windkraft das von der NÖ
Landesregierung im Dezember des Vorjahres beschlossene
"Forschungsprojekt Windkraft". In diesem Rahmen unterstützt das
Land die Windkraft-betreiber mit 16 Millionen Schilling und stellt
weitere drei Millionen Schillling für die wissenschaftliche
Betreuung des Projektes zur Verfügung, insgesamt wird damit ein
Investitionsvolumen von 120 Millionen Schilling ausgelöst. Die
über 10 Jahre laufende Untersuchung in fünf neuen Windparks mit
insgesamt 15 Windrädern soll bezüglich der ökologischen und der
Energie-Effizienz darüber Aufschluß geben, wie intensiv und in
welche Richtung der Weg der alternativen Energieformen in
Niederösterreich weitergegangen wird.
Die entscheidende Frage werde sein, so der Landeshauptmann
weiter, auf welche Art und Weise es die Alternativenergie schafft,
sich in das gesamte Umfeld der Energieversorgung einzubetten, um
wirtschaftlich bestehen zu können. Die öffentliche Hand ihrerseits
sei aufgerufen, ein klares Bekenntnis zu den alternativen
Energieformen abzugeben und die Rahmenbedingungen zu liefern, daß
sie ihren Platz auch behaupten können.
Niederösterreich sehe die Chance für die Erhaltung der
Lebensqualität vor allem im ökologischen Kreislauf, der Weg des
Landes unter die besten Regionen Europas lasse sich nicht nur an
harten Wirtschaftsdaten, sondern auch an der Lebensqualität des
Standortes messen, was wiederum intakte Landschaft, Erholungsraum,
gute Luft, reines Wasser und eine Energieversorgung im Einklang
mit der Natur bedeute.
Die natürlichen Ressourcen nicht zu vergeuden, sondern optimal
zu nutzen, sei überdies ein Beitrag zum Klimaschutz, wonach sich
Niederösterreich im Rahmen des Klimabündnisses verpflichtet hat,
die CO2-Emmissionen bis zum Jahr 2002 entsprechend zu reduzieren.
Alleine mit der Energie aus den fünf Windparks könnten jährlich
4000 Haushalte beliefert werden, was den CO2-Ausstoß um 4500
Tonnen pro Jahr verringert. Wenn einmal dokumentiert sei, daß die
Windenergie auch kraft ihres ökologischen Nutzens eine gute und
ernstzunehmende Versorgungsalternative darstellt, müsse man sich
auch der mancherorts entstehenden Sorge um das Landschaftsbild
zuwenden, das naturgemäß auch Sensibilitäten und Grenzen verlange.
Zum Abschluß betonte Mag. Hans Winkelmeier von der IG
Windkraft, daß Landeshauptmann Pröll nach Scheitern des geplanten
österreichischen Fördermodells statt des Bundes die Initiative
ergriffen hat. Er hoffe, daß auch andere Landesregierungen dem
Beispiel Niederösterreichs folgen werden. Mit den fünf Windparks
und ihrer Kapazität von 14 Millionen Kilowattstunden pro Jahr
werde man die Leistung der derzeit in Niederösterreich in Betrieb
befindlichen 28 Anlagen mehr als verdoppeln und den Anteil der
Windkraft an der Gesamtenergie auf 0,4 Prozent steigern.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312
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